In den 1990er-Jahren ließ er als Mitglied der Boyband "Caught In The Act" die Herzen unzähliger weiblicher Teenies höher schlagen. Doch was die Fans damals nicht wussten: Eloy de Jong (53) ist homosexuell - und musste das jahrelang verheimlichen.
In der RTL-Dokumentation "70 Jahre Bravo - Das große Jubiläum", die am Sonntag um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird, bricht der Sänger nun sein Schweigen. Seine Worte sind deutlich: "Schwul sein war damals ein No-Go."
De Jong erzählt, dass sein damaliger Manager einmal gesagt habe: "Zum Glück gibt's keine schwulen Männer in meiner Band." Der Sänger erinnert sich: "Wenn du das hörst als junger Mann, dann war klar: Das war nicht möglich."
Man habe den Boyband-Mitgliedern eingebläut: "Wenn man in einer Boyband erfolgreich sein will, dann muss man für die Mädchen zu haben sein." Das führte zu fast surrealen Situationen. Als er beim "BravoTV" nach seiner Traumfrau gefragt wurde, antwortete Eloy: "Meine Traumfrau sollte ganz romantisch sein." Sein Trick dabei: "Ich habe im Kopf halt das Geschlecht getauscht."
Bei einer Aftershow-Party nach einer "Bravo Super-Show" verliebte sich de Jong ausgerechnet in Stephen Gately von der Boyband Boyzone. Die beiden wurden ein Paar und blieben es bis 2002. "Er war damals meine große Liebe. Wir hatten Spaß und haben uns viel Kraft gegeben", so der Sänger.
Doch die Beziehung war von Angst geprägt: "Jahrelang hatten wir so Angst", gesteht de Jong. Heute kann er offen über seine Vergangenheit sprechen - und zeigt damit, wie weit sich die Gesellschaft seit den 90ern entwickelt hat.