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Eltern taufen kurdisches Mädchen "Kurdistan"

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:00

Ein kurdisches Paar in der Türkei wollte seine Tochter "Kurdistan" nennen. Das wurde ihnen vom Gericht verboten, stattdessen mussten sie ihr Kind Helin taufen. Das Höchstgericht hob dieses Urteil nun auf. Das Mädchen aus der Provinz Sanliurfa ist inzwischen fast zwei Jahre, doch die Eltern Yunus und Elif Toprak benennen ihre Tochter nun um.

Ein kurdisches Paar in der Türkei wollte seine Tochter "Kurdistan" nennen. Das wurde ihnen vom Gericht verboten, stattdessen mussten sie ihr Kind Helin taufen. Das Höchstgericht hob dieses Urteil nun auf. Das Mädchen aus der Provinz Sanliurfa ist inzwischen fast zwei Jahre, doch die Eltern Yunus und Elif Toprak benennen ihre Tochter nun um.

Das Gericht in der Provinz Sanliurfa hatte damals befunden, der Name "Kurdistan" beleidige die Gesellschaft.

Nach Auffassung des obersten Gerichts haben die Eltern in der Regel allein über den Namen ihrer Kinder zu entscheiden. An dem Recht ändere sich auch nichts, wenn dieser Name "ausländische Wurzeln" habe.

Jahrelang war der Begriff Kurdistan in der Türkei verpönt - wer ihn nutzte, galt als Sympathisant der verbotenen Rebellenbewegung Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Nach jahrelangem blutigen Konflikt stehen PKK und die Regierung in Ankara inzwischen in Friedensverhandlungen.

APA/red.

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