Vor rund einem Jahr spielte der 21-jährige Ermin Mahmic noch in Österreichs zweiter Liga für den SV Lafnitz. Dass der gebürtige Welser ein Jahr später als WM-Held in seinem Heimatort von tausenden Fans empfangen wird, hat wohl auch er nicht für möglich gehalten. "Heute" hat die Fotos einer emotionalen Rückkehr.
Auf der Sportanlage des ESV Wels wurde der Ex-Lafnitzr Mahmic gemeinsam mit Sturm-Kicker Arjan Malic von Hunderten Fans emotional empfangen. Die Bilder gehen unter die Haut:
Bei der Ankunft lief Mahmic seiner Familie in die Arme, danach gab es Unterschriften und Fotos für die zahlreich erschienenen Fans. "Heute"-Fotos zeigen die herzerwärmenden Momente. Nun ist er ein Star – in Bosnien und in Wels.
Im November und März absolvierte der damalige Lafnitz-Kicker seine ersten beiden Länderspiele für Österreichs U21 – es sollten die letzten Minuten im ÖFB-Trikot werden.
Denn: Vor der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko kam der Anruf aus Bosnien-Herzegowina – der Welser mit bosnischen Wurzeln zögerte keine Sekunde. Ein Schritt, der sich bezahlt machen sollte.
Vor der WM sammelte er zwei Einsätze im Nationalteam Bosnien-Herzegowinas. Bei dem Groß-Event ging der Stern des Oberösterreichers dann auf: Im zweiten WM-Gruppenspiel setzte Mahmic nach Einwechslung mit seinem Tor zum 3:1 den Schlusspunkt gegen Katar. Im dritten Gruppenspiel gegen die Schweiz machte er bei der bitteren 4:1-Niederlage WM-Tor Nummer zwei.
Seit letzten Sommer kickt Mahmic in Tschechien bei Slovan Liberec, dort sammelte er in allen Bewerben bereits 13 Scorerpunkte (8 Tore und 5 Vorlagen). So sprang er noch auf den WM-Zug des Teams von Bosnien-Coach Sergej Barbarez.
Mit einem Marktwert von 5 Millionen Euro und guten Auftritten bei der Weltmeisterschaft dürfte sich Mahmic auch in die Notizblöcke einiger Top-Klubs gespielt haben. Bosnien-Herzegowina darf sich mit Mahmic und auch mit Malic jedenfalls auf zwei junge und hungrige Kicker freuen.
Mahmic und Malic sind nicht die einzigen Österreich-Exporte nach Bosnien: Auch die in Salzburg geborenen Kicker Jusuf Gazibegovic (Köln) und Amar Dedic (Benfica Lissabon) wählten Bosnien vor Österreich.