Ärger beim Verband

ÖFB-Abgänger: "Immer klar, dass ich für Bosnien spiele"

Erst im März spielte Ermin Mahmic noch für Österreichs U21, jetzt steht der Welser im WM-Kader von Bosnien. Er erklärt seinen Nationenwechsel.
Sport Heute
26.05.2026, 19:48
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Erst im März lief Ermin Mahmic noch für Österreichs U21-Nationalteam auf, jetzt steht der gebürtige Welser im WM-Kader von Bosnien und Herzegowina. Der 21-Jährige sprach nun offen über seinen Nationenwechsel und stellte klar, dass seine Entscheidung nie infrage stand.

Einfache Entscheidung

"Für mich ist es etwas Großartiges, dass ich für meine Nationalmannschaft spielen und Mitglied dieses Teams sein werde", sagte Mahmic bei einem Medientermin im Rahmen der WM-Vorbereitung laut dem bosnischen Medium "DEPO".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der Mittelfeldspieler wurde in Wels geboren und begann seine Fußballkarriere beim ESV Wels. Über die Nachwuchsteams des LASK und Rapid führte ihn sein Weg ins Ausland. Aktuell steht Mahmic beim tschechischen Klub Slovan Liberec unter Vertrag. Damit Mahmic künftig für Bosnien auflaufen darf, musste zunächst ein Verbandswechsel abgewickelt werden – ein Prozess, der mehrere Monate dauerte.

"Es hat gezeigt, dass sich Arbeit auszahlt und man weiterarbeiten, sich weiter verbessern, Gas geben muss und dass schließlich alles an seinen Platz kommen wird", erklärte der 21-Jährige. Besonders deutlich wurde Mahmic bei der Frage, ob ihn die Entscheidung zwischen Österreich und Bosnien beschäftigt habe. "Es gab nie ein Dilemma, ich wusste immer, für welches Land ich spielen will. Das war Bosnien", stellte der Mittelfeldspieler klar.

Schöttel fordert klare Regeln

Im Nachwuchs war Mahmic für beide Verbände im Einsatz. Für Österreich absolvierte er vier Spiele in der U17 und zuletzt zwei Partien für die U21. Dazwischen lief er bereits zwei Mal für die bosnische U19 auf.

Beim ÖFB sorgt das Thema Nationenwechsel seit Längerem für Diskussionen. Sportdirektor Peter Schöttel hatte sich bereits im April kritisch dazu geäußert. "Von der Planbarkeit wäre eine klare Regel für alle Verbände besser", sagte der 59-Jährige. Spieler sollten seiner Meinung nach grundsätzlich für jenes Land spielen, in dem sie ausgebildet wurden.

"Und wenn schon ein Wechsel stattfindet, sollten die jeweiligen Verbände zumindest irgendeine Art von Entschädigung bekommen. Meine persönliche Meinung ist, dass man sich das definitiv überlegen sollte", meinte Schöttel.

{title && {title} } red, {title && {title} } 26.05.2026, 19:48
Jetzt E-Paper lesen