Die Diskussion um die Zukunft von Teamchef Ralf Rangnick geht in die nächste Runde. ÖFB-Aufsichtsratschef Josef Pröll tritt auf die Bremse. Ob der Vertrag noch vor oder erst nach der Fußball-WM verlängert wird, sei "zweitrangig".
Klar ist für den Verband aber: Man will mit dem Deutschen weitermachen. "Unabhängig von der WM haben wir Interesse an einer Verlängerung", betont Pröll am Montag am ÖFB-Campus in Wien-Aspern.
Für Pröll zählt vor allem das große Ganze: eine langfristige Zusammenarbeit. Hinter den Kulissen läuft der Austausch bereits intensiv. Pröll spricht von "sehr positiven Gesprächen". "Wir werden schauen, ob es vor oder nach der WM möglich ist, aber ich denke, es ist vor der WM möglich."
Auch finanziell ist man bereit, nachzulegen: Das Jahresgehalt des Teamchefs soll von bisher rund einer Million auf etwa zwei Millionen Euro steigen – ein Großteil davon durch Sponsoren.
Eine Einigung gibt es dennoch noch nicht. Laut ÖFB liegt das aber nicht am Geld. Rangnicks aktueller Vertrag läuft nach der WM aus.
Sportdirektor Peter Schöttel macht keinen Hehl daraus, dass er den Teamchef unbedingt halten will: "Von mir gab es eine klare Empfehlung, die Zusammenarbeit fortzusetzen."
Rangnick habe das Nationalteam sportlich und mental weiterentwickelt. "Es ist sehr klar, wie wir spielen wollen. Wir treten als Team sehr geschlossen auf, sind selbstbewusst und haben gerade auch eine sehr gute Generation, die mit einem tollen Trainerteam Erfolge einfährt, die wir und alle erhoffen und auch für die WM erwünschen."
Rund um das Team herrscht laut Schöttel Aufbruchstimmung. "Jeder traut uns etwas zu, wir selbst auch." Auch Pröll will bei der WM nicht nur mitspielen: "Wir möchten die Gruppenphase nicht nur überstehen."