Die Statistik ist alarmierend: Die Zahl der Jugendlichen (14 bis 17 Jahre), die E-Zigaretten konsumieren, hat sich seit 2015 mehr als vervierfacht: von sieben auf zuletzt 31 Prozent.
Ebenfalls weit verbreitet: Nikotinbeutel. Rund 30 Prozent der Teenager haben sie bereits probiert. Immerhin: Sieben Prozent erklärten, sie täglich zu verwenden, so das Ergebnis einer Umfrage des Instituts Suchtprävention mit 1.873 OÖ-Schülern.
Die Erhebung zeige, dass sich der Substanzkonsum von Jugendlichen zunehmend komplexer gestaltet, erklärt der Leiter der Einrichtung, Rainer Schmidbauer. Der Experte berichtet von einem weiteren besorgniserregenden Trend: "Auch Beruhigungs- und Schlafmittel gewinnen an Bedeutung, oft in Verbindung mit psychischer Belastung."
„Auch Beruhigungs- und Schlafmittel gewinnen an Bedeutung, oft in Verbindung mit psychischer Belastung.“Rainer SchmidbauerLeiter des Instituts Suchtprävention
Für die zuständige LH-Stv. Christine Haberlander (ÖVP) steht fest: "Prävention beginnt früh, braucht ehrliche Aufklärung und starke Partner im Gesundheitsbereich." Ihr Ziel sei es, junge Menschen dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben, frei von Abhängigkeiten, zu führen, so die Politikerin.
Dass E-Zigaretten schädlich für die Lunge sind, ist altbekannt. Nun warnen Ärzte aus der Universitätsklinik für plastische Chirurgie in Wien jedoch vor ganz anderen Risiken. Immer wieder würde es zu schlimmen Brandverletzungen kommen. Grund: Die Produkte oder ihre Batterien explodieren im Gesicht der Raucher. Besonders schlimm: Es ist sogar schon zu Todesfällen gekommen.