Was als Glückstreffer begann, endete für einen Lottospieler in einem bitteren Albtraum. Statt Millionär zu werden, ging er nämlich leer aus - weil ein Tankstellen-Mitarbeiter den Gewinn für sich behalten wollte.
Der Mann hatte laut BILD seinen Tippschein im April 2024 an einer Lotto-Annahmestelle prüfen lassen. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass er nichts gewonnen habe. Tatsächlich steckte hinter dem Schein aber ein Gewinn von exakt 1.477.777 Euro.
"Der Kunde hatte seine Spielquittung dem Bedienpersonal in der Lotto-Annahmestelle abgegeben und fälschlicherweise mitgeteilt bekommen, dass kein Gewinn damit erzielt worden sei. Die Spielquittung hat der Kunde dann in der Lotto-Annahmestelle zurückgelassen", erklärt Lotto-Sprecherin Verena Ober zu BILD. Der Kassierer behielt den Schein.
Monate später versuchte ein 31-Jähriger, den Gewinn selbst abzuholen. Doch bei der Lotto-Zentrale wurden die Mitarbeiter misstrauisch. "Stellen wir Ungereimtheiten fest, schalten wir die Strafverfolgungsbehörden ein und erstatten Strafanzeige", erklärt Ober gegenüber der deutschen Boulevardzeitung.
Der Betrug flog auf - auch, weil der Mann selbst bei jener Annahmestelle beschäftigt war, bei der der Schein abgegeben worden war. Zudem fiel auf, dass es sich nicht um seinen eigenen Tippschein handelte.
Für den eigentlichen Gewinner hat der Fall dramatische Folgen. "Die eigentliche Gewinnerin oder der eigentliche Gewinner konnte bislang weder durch die zuständigen Strafverfolgungsbehörden noch durch uns ermittelt werden", heißt es im Bericht. Ohne den Schein gibt es keinen Anspruch auf das Geld.
Der Angeklagte legte ein Geständnis ab und wurde zu 15 Monaten bedingter Haft wegen Betrugs verurteilt. Sein Anwalt Klaus Wittmann sagt zur BILD: "Mein Mandant war nicht derjenige, der ursprünglich getäuscht hatte. Es war auch leichtsinnig vom Spieler, sich auf eine mündliche Auskunft zu verlassen. Mein Mandant nimmt das Urteil an und will mit der Sache abschließen."