Während der Eskalation im Nahen Osten greifen Behörden in mehreren Golfstaaten hart durch. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden nun zahlreiche Menschen festgenommen.
Wie die Polizei in Abu Dhabi mitteilte, wurden 109 Personen festgenommen. Sie sollen Videoaufnahmen gemacht und "irreführende Informationen" über den Iran-Krieg in sozialen Netzwerken verbreitet haben.
Laut Behörden handelt es sich um Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, die "Orte und Vorfälle gefilmt und falsche Informationen über Social-Media-Plattformen verbreitet" hätten.
Die Polizei warnt vor den Folgen solcher Inhalte: "Solche Aktionen können die öffentliche Meinung aufstacheln und zur Verbreitung von Gerüchten beitragen", heißt es in der Erklärung.
Auch in anderen Ländern der Region kommt es zu ähnlichen Maßnahmen. In Katar wurden laut Angaben mehr als 300 Menschen festgenommen, nachdem sie Bilder von Angriffen verbreitet haben sollen. Vergleichbare Schritte wurden zudem in Bahrain und Kuwait gesetzt.
Hintergrund ist die angespannte Lage im Nahen Osten: Ende Februar hatten die USA und Israel Luftangriffe auf den Iran gestartet. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, US-Stützpunkte sowie mehrere Golfstaaten. Dabei wurden auch die Vereinigten Arabischen Emirate getroffen.
Erst am Dienstag meldeten die Behörden in Abu Dhabi einen Todesfall, nachdem Trümmerteile nach einem Angriff herabgestürzt waren.