Gas-Infrastruktur getroffen

Katar warnt nach Angriff vor Folgen für Weltenergie

Nach dem Angriff auf Katars größten Gaskomplex warnt die Regierung vor erheblichen Folgen für die weltweite Energieversorgung.
Newsdesk Heute
19.03.2026, 18:11
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Katar hat nach dem iranischen Angriff auf den größten Gaskomplex des Landes eindringlich vor schweren Folgen für die ganze Welt gewarnt. Der Angriff auf das Erdgas-Industriegebiet in Ras Laffan habe "erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Energieversorgung", erklärte der katarische Regierungschef Mohammed bin Abdulrahman al-Thani am Donnerstag vor Journalisten.

Dass der Iran Anlagen in Ras Laffan attackiert habe, sei außerdem ein "eindeutiger Beleg" dafür, dass Teheran – anders als behauptet – nicht nur amerikanische Interessen in der Golfregion im Visier habe. "Es gab immer wieder Behauptungen seitens des Iran, diese Angriffe richteten sich gegen amerikanische Interessen", sagte Regierungschef al-Thani und fügte an: "Diese Behauptung wird zurückgewiesen und kann nicht akzeptiert werden." Angriffe wie jener auf Ras Laffan brächten "keinem Land einen direkten Nutzen", verursachten vielmehr Schaden und hätten "direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung".

Der Iran hatte am Mittwoch als Vergeltung für einen vorherigen israelischen Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars den Komplex Ras Laffan attackiert. Dort befindet sich die größte Produktionsstätte für Flüssigerdgas (LNG) weltweit.

South Pars ist Teil des größten bekannten Gasvorkommens der Welt im Persischen Golf. Der Großteil dieses Vorkommens liegt im katarischen Hoheitsgebiet und wird dort North Dome genannt.

Das Erdgas, das in diesem Feld gefördert wird, wird in der riesigen Anlage Ras Laffan im Norden Katars weiterverarbeitet. Seit Beginn des Kriegs war die Anlage bereits mehrfach Ziel iranischer Angriffe.

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