"Aufpassen, was sie sagen"

Post über Krieg – Dubai droht Influencern mit Gefängnis

Dubai warnt Influencer vor Posts über den Iran-Konflikt. Wer Inhalte veröffentlicht, riskiert hohe Geldstrafen oder sogar Haft.
Newsdesk Heute
06.03.2026, 15:37
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Während sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzt, warnt Dubai seine Social-Media-Stars vor heiklen Beiträgen. Influencer im Emirat könnten laut Behörden sogar im Gefängnis landen, wenn sie Inhalte über den Konflikt mit dem Iran posten.

Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben die große Online-Creator-Szene in Dubai darauf hingewiesen, dass Beiträge, die als schädlich für "öffentliche Ordnung", "nationale Einheit" oder den "Ruf des Staates" gelten, strafbar sein können. Möglich seien Geldstrafen von bis zu 77.000 Dollar (rund 66.500 Euro) oder sogar Haft.

"Sehr aufpassen, was sie sagen"

Die Warnung zeigt bereits Wirkung: Einige Influencer haben Inhalte von ihren Accounts gelöscht, während die Spannungen in der Region weiter steigen.

Eine Influencerin erklärte gegenüber der britischen Zeitung "The Standard", sie habe ein Video entfernt, das brennende Trümmer vor ihrem Apartment zeigte. Erst danach sei ihr bewusst geworden, dass Social-Media-Nutzer "sehr aufpassen müssen, was sie sagen".

Auch die Kampagnengruppe Detained in Dubai weist darauf hin, dass Ausländer im Golfstaat bereits früher wegen Online-Posts festgenommen oder mit Geldstrafen belegt wurden. Betroffen waren Beiträge auf Plattformen wie X, Facebook oder Instagram – ebenso wie Kommentare in WhatsApp-Nachrichten.

Die Aktivisten warnen, dass viele Einwohner und Touristen oft gar nicht merken, wann sie eine rechtliche Grenze überschreiten. Das könne etwa passieren, wenn Nutzer Beiträge über die Luftabwehr der Emirate teilen, die iranische Raketen abgefangen hat.

{title && {title} } red, {title && {title} } 06.03.2026, 15:37
Jetzt E-Paper lesen