Hunderte Menschen trauerten um den getöteten Ajatollah Ali Chamenei. Am Mittwoch gab es von 17 bis etwa 20 Uhr im islamischen Zentrum "Imam Ali" im 21. Wiener Bezirk eine Gedenkzeremonie für den Anführer des Mullah-Regimes. Gleichzeitig demonstrierten Dutzende Personen vor dem Islam-Zentrum gegen das noch bestehende Regime und für einen Machtwechsel im Iran. Dabei kam es in weiterer Folge zu massiven Ausschreitungen.
Bis zum Fastenbrechen fand die Gedenkzeremonie statt, gegen 20 Uhr sollen die Besucher des islamischen Zentrums die Veranstaltung verlassen haben. Aufgebracht versuchten einige zu den Demonstranten vorzudringen – die Polizei unterband dies.
Gegen 21 Uhr verringerte sich auch die Zahl der Kundgebungsteilnehmer zunehmend, sodass der Polizeieinsatz vor Ort gegen 21.30 Uhr beendet wurde. Nur wenige Minuten später gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein.
Rund 70 Personen hatten sich erneut vor der Einrichtung versammelt und gerieten in eine körperliche Auseinandersetzung. Dabei wurden auch Stöcke und Holzlatten verwendet. Ein Leserreporter-Video zeigt die Szenen vor Ort.
Polizisten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf sowie Kräfte der WEGA konnten die Situation rasch unter Kontrolle bringen. Im Zuge der Sachverhaltsklärung stellte sich heraus, dass sowohl Teilnehmer der zuvor abgehaltenen Veranstaltung als auch der Kundgebung wieder zum Ort zurückgekehrt waren, woraufhin es zu der Massenschlägerei kam.
Die Bilanz des Abends: Zwei Personen wurden festgenommen – wegen des Verdachts des versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt sowie aggressiven Verhaltens. Eine Person wurde wegen gefährlicher Drohung, 19 Personen wegen verkehrsrechtlicher Delikte angezeigt.
Verletzt wurden im Zuge des Gewalt-Exzesses neun Personen, sieben davon mussten anschließend in ein Spital gebracht werden. Die Massenschlägerei vor dem Floridsdorfer Islam-Zentrum "Imam Ali" sorgt für helle Aufregung in Wien und darüber hinaus. Die FPÖ fordert die Schließung – mehr dazu hier.