Überaus prominenter Besuch im bayrischen Dickicht: Elchbulle "Emil" tourt aktuell durch den Freistaat und sorgt dort für gewaltiges Medienecho. Videos zeigen das mächtige Tier, wie es seelenruhig über Waldwege und Straßen nahe Berganger marschiert.
Besonders eine Szene an einer Kreuzung sorgt derzeit für Aufsehen. Aus dem Off ist ein völlig verblüffter Zeuge zu hören: "Diggah, da ist einfach ein Elch."
Das jüngste Kapitel seiner Wanderung spielte sich laut "Rosenheim24" am Montagabend gegen 21 Uhr ab. Ein Autofahrer entdeckte bei der Einmündung der Kreisstraße EBE 15 in die Staatsstraße 2079 plötzlich einen ausgewachsenen Elch mitten auf der Fahrbahn. Der Mann alarmierte sofort die Polizeiinspektion Ebersberg. Noch bevor die Beamten eintrafen, zog sich das Tier allerdings wieder friedlich ins angrenzende Waldstück zurück.
Laut Behörden handelt es sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit um den berühmten Elch "Emil". Der ursprünglich aus Polen stammende Bulle wandert seit Monaten quer durch Europa und wurde besonders in Österreich längst zur Berühmtheit.
Dort sorgte er derart für Schlagzeilen, dass er sogar zum "Wort des Jahres 2025" gekürt wurde. Mittlerweile besitzt der Vierbeiner sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag. Ein Autor aus Rosenheim widmete dem tierischen Wanderer bereits ein Kinderbuch.
Zuletzt wurde Emil bereits mehrfach im Raum Dorfen und im Landkreis Ebersberg gesichtet. Erst am Samstag lief der Elch dem Dritten Bürgermeister von Hohenlinden, Alexander Werndl, direkt über den Weg. "Der hat uns gmiatlich angeschaut und was gefressen", schilderte Werndl den friedlichen Moment gegenüber lokalen Medien. Eine markante Ohrmarke machte schnell klar: Es ist tatsächlich Emil. Das Tier wurde früher in Tschechien gechippt.
Auch die Bayerischen Staatsforsten reagieren entspannt auf den prominenten Besucher. Joachim Keßler, Chef des Wasserburger Staatsforstenbetriebs, erklärte: "Der Elch ist auf jeden Fall herzlich willkommen bei uns." Sorgen bereitet Experten vor allem der starke Verkehr rund um den Ebersberger Forst. Die viel befahrenen Straßen quer durch das Waldgebiet gelten als größte Gefahr für das riesige Wildtier.
Nach der jüngsten Sichtung stellten Behörden bereits Warnschilder für Autofahrer auf. Die Polizei bittet nun alle Verkehrsteilnehmer in der Region, besonders aufmerksam und langsamer unterwegs zu sein. Ein plötzlicher Straßenwechsel des tonnenschweren Elchbullen könne jederzeit passieren.