Schwere Raubüberfälle

13 Jahre Haft für frühere RAF-Terroristin Klette

Die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette ist am Mittwoch wegen mehrerer bewaffneter Raubüberfälle zu 13 Jahren Haft verurteilt worden.
Newsdesk Heute
27.05.2026, 12:48
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Nach jahrelanger Fahndung und einem aufsehenerregenden Prozess ist das Urteil gefallen: Die mutmaßliche frühere RAF-Terroristin Daniela Klette muss für 13 Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Verden sprach die 67-Jährige am Mittwoch wegen mehrerer schwerer Raubüberfälle und Waffendelikte schuldig.

Laut Gericht soll Klette gemeinsam mit den weiterhin flüchtigen mutmaßlichen Ex-RAF-Mitgliedern Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub zwischen 1999 und 2016 zahlreiche Überfälle verübt haben. Mit den Taten hätten die drei ihr Leben im Untergrund finanziert.

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Im Visier der Gruppe standen laut Anklage Geldtransporter und Kassenbüros großer Supermarktketten. Insgesamt sollen dabei rund 2,4 Millionen Euro erbeutet worden sein.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Klette, Garweg und Staub spätestens seit 1999 gemeinsam im Untergrund lebten und die Überfälle geplant durchführten. "Sie gingen bei ihren Überfällen arbeitsteilig und äußerst konspirativ vor", sagte der Vorsitzende Richter Lars Engelke. Unter anderem seien Fluchtfahrzeuge mit falschen Identitäten angemietet worden.

Klette habe die Überfälle laut Gericht als "ihre Arbeit bezeichnet und sich dadurch eine dauerhafte Einnahmequelle verschafft". Ob die drei zu diesem Zeitpunkt noch Mitglieder der RAF gewesen seien, spiele für die Bewertung der Straftaten keine Rolle.

Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich 15 Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch.

Wirbel im Gericht

Schuldig gesprochen wurde Klette unter anderem wegen besonders schweren Raubs in sechs Fällen, erpresserischen Menschenraubs, versuchter schwerer räuberischer Erpressung sowie Verstößen gegen Waffen- und Kriegswaffengesetze.

Bereits zu Beginn der Urteilsverkündung kam es im Gerichtssaal zu Szenen der Unterstützung für die Angeklagte. Zuschauer applaudierten, später wurden Rufe wie "Freiheit für Daniela" laut. Mindestens eine Person wurde aus dem Saal geführt.

Die Ermittler waren Klette, Garweg und Staub ursprünglich über DNA-Spuren in zurückgelassenen Fluchtautos auf die Spur gekommen. Klette wurde schließlich im Februar 2024 nach jahrelanger Fahndung in Berlin festgenommen. Dort hatte sie unter falschem Namen gelebt.

Die linksextreme RAF war seit den 1970er-Jahren aktiv und wird für mehr als 30 Morde verantwortlich gemacht. 1998 erklärte die Gruppe ihre Selbstauflösung.

Ein weiteres Verfahren gegen Klette läuft bereits: Die Bundesanwaltschaft wirft ihr in einem separaten Staatsschutzprozess unter anderem mehrfach versuchten Mord im Zusammenhang mit früheren RAF-Anschlägen vor. Über die Eröffnung dieses Verfahrens wurde bislang noch nicht entschieden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.05.2026, 12:48
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