Bankrott droht

Er verkauft jetzt alles: Hat Lagerfeld-Erbe Schulden?

Luxus-Auktionen, leere Kassen: Recherchen legen nahe, dass Karl Lagerfelds Millionenvermögen fast vollständig von Steuerschulden aufgefressen wird.
Heute Entertainment
23.02.2026, 10:10
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Sieben Jahre nach dem Tod von Karl Lagerfeld (†85) steckt sein Erbe weiterhin fest – und nun wird klar, warum. Hinter dem monatelangen Stillstand verbirgt sich offenbar ein massives Steuerproblem.

Während Lagerfelds engster Vertrauter Sébastien Jondeau (51) aktuell persönliche Luxusgeschenke des Designers beim Online-Auktionshaus Joopiter versteigert, rückt eine brisante Frage in den Mittelpunkt: Wird hier verkauft, weil der französische Staat fast alles kassiert?

Alles kommt weg – aber warum?

Nach neuen Recherchen des Luxus-Insider-Newsletters "Glitz" sollen die französischen Finanzbehörden rund 40 Millionen Euro Steuern aus dem Nachlass von Karl Lagerfeld fordern. Der Vorwurf wiegt schwer: Über Jahre sollen Einnahmen aus Verträgen, Lizenzen und Rechten über eine Stiftung in Liechtenstein geflossen sein – und damit am französischen Fiskus vorbei. Etwa 20 Millionen Euro seien bereits an den Staat abgeführt worden, der Rest offenbar noch offen.

Dass nun erneut Luxusstücke zu Geld gemacht werden, passt ins Bild. Bei der Auktion "Mein Leben mit Karl Lagerfeld" kommen hochkarätige Geschenke unter den Hammer: eine Kette mit Hundekopf-Medaillon und 183 Diamanten, eine massive Geldbörsenkette aus 22-Karat-Gold (Schätzwert: 80.000 Euro), eine Jeff-Koons-Skulptur (100.000 Euro), eine Rolex Daytona in Roségold (120.000 Euro), dazu Kunst von Andy Warhol, ein Boxsack von Louis Vuitton, eine kugelsichere Moncler-Weste und sogar ein Chanel-Surfboard. Luxus pur, aber offenbar mit einem ernsten Hintergrund.

Denn schon 2021 begann der große Ausverkauf: Lagerfelds Kunstsammlungen wurden bei Sotheby’s in Paris und Köln Stück für Stück versteigert, später folgten seine Immobilien. Die Erlöse gingen direkt an den Staat. Für die im Testament genannten Erben blieb bislang nichts übrig – und das könnte so bleiben. Wie "Bild" berichtete, erhielten die Erben im Januar ein Schreiben des Notars mit einer deutlichen Warnung: Am Ende könnte kein Geld mehr für sie übrig sein.

Besonders bitter: Für nicht verwandte Begünstigte wie Sébastien Jondeau, Baptiste Giabiconi (36) oder Brad Kroenig (46) drohen zusätzlich bis zu 60 Prozent Erbschaftssteuer. Selbst wenn am Ende noch Vermögen übrig bleibt, könnte der Fiskus den Großteil einziehen.

Was einst als Milliardenmythos galt, entpuppt sich nun als steuerliches Minenfeld. Karl Lagerfelds legendärer Reichtum – er könnte am Ende fast vollständig beim Staat landen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 23.02.2026, 10:14, 23.02.2026, 10:10
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