Die Erde erwärmt sich stärker als erhofft.
Mit der aktuellen Klimapolitik steuert unser Planet laut einem neuen UN-Bericht auf 2,8 Grad Erwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts zu. Das Pariser Klimaabkommen wollte die Erwärmung eigentlich auf 1,5 Grad begrenzen.
Selbst im optimistischsten Szenario, in dem alle Länder ihre Klimapläne einhalten und ihre Klimaneutralitätsziele erreichen, würde sich die Erde bis 2100 um 2,1 Grad erwärmen. Das liegt immer noch weit über dem angestrebten Ziel.
Die Verschlechterung liegt vor allem am Rückzug der USA unter Präsident Donald Trump, wie die NZZ berichtet. Da die USA nach China der zweitgrößte Verursacher von Treibhausgasen sind, wirkt sich das massiv auf die weltweite Prognose aus.
Der Bericht zeigt die enorme Herausforderung auf: Die weltweiten Treibhausgasemissionen müssten um 18 Prozent bis 2030, um 45 Prozent bis 2035 und um 69 Prozent bis 2040 sinken - verglichen mit dem Niveau von 2025. Zusätzlich müssten große Mengen CO2 aus der Atmosphäre entzogen werden.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres gibt die Hoffnung dennoch nicht auf: "Eine Überschreitung bedeutet keine Kapitulation. Wir können sie immer noch so gering und so kurz wie möglich halten." Ziel sei es, die Temperaturen bis zum Ende des Jahrhunderts wieder unter 1,5 Grad zu senken.
Immerhin: Seit Beginn des Pariser Klimaabkommens vor zehn Jahren hat sich die Prognose verbessert. Damals ging man noch von 3 bis 3,5 Grad Erwärmung aus.