An der Grenze zwischen Belarus und Litauen haben Grenzschützer erneut einen unterirdischen Schleusungsweg entdeckt. Wie die Behörde in Vilnius mitteilte, sollte der Tunnel dazu dienen, Migrantinnen und Migranten unbemerkt in das EU-Land zu bringen.
Der geheime Gang war den Angaben zufolge noch nicht fertiggestellt. Er wurde in einer Tiefe von rund 1,5 Metern unter dem Grenzzaun gegraben und mit Baumstämmen sowie Brettern abgestützt. Einen Ausgang habe der Tunnel noch nicht gehabt.
Litauen wirft Belarus seit Längerem vor, Migrantinnen und Migranten aus Krisenregionen gezielt an die Außengrenze der Europäischen Union zu bringen. Als Reaktion darauf verstärkte die Regierung in Vilnius den Grenzschutz und errichtete einen Grenzzaun.
Bereits in den vergangenen Wochen waren zwei weitere Tunnel unter der Grenze zwischen Belarus und Litauen entdeckt worden.