Erst Ersatz, dann Matchwinner. Der 21-jährige Edoardo Motta hält Lazio Rom im Halbfinale der Coppa Italia gegen Atalanta Bergamo praktisch im Alleingang ins Endspiel.
Nach dem 2:2 im Hinspiel entwickelte sich auch das Rückspiel zu einem echten Krimi. Alessio Romagnoli brachte Lazio in der 84. Minute in Führung, doch nur zwei Minuten später glich Mario Pasalic aus. In der Verlängerung fiel kein weiteres Tor, die Entscheidung musste im Elfmeterschießen fallen.
Dort rückte plötzlich Motta ins Rampenlicht. Der junge Keeper war erst im Winter von Reggiana gekommen und hatte zuvor im Cup sogar schon das Aus erlebt. Nach einer Schulterverletzung von Stammgoalie Ivan Provedel rückte er ins Tor.
Zunächst lief es nicht ideal. Motta kassierte den ersten Elfmeter, während Teamkollege Nuno Tavares vergab. Doch dann drehte der 21-Jährige auf.
Er parierte gegen Gianluca Scamacca, später auch gegen Davide Zappacosta. Der Keeper entschärfte auch die Versuche von Mario Pasalic und Charles De Ketelaere. Insgesamt hielt Motta vier Elfmeter in Serie und sicherte Lazio damit den Finaleinzug.
Damit steht Lazio zum elften Mal im Finale der Coppa Italia. Am 13. Mai trifft das Team von Trainer Maurizio Sarri auf Serie-A-Spitzenreiter Inter Mailand, das sich am Dienstag mit 3:2 gegen Überraschungs-Klub Como 1907 durchgesetzt hatte. Für Lazio geht es um den achten Cupsieg, Inter peilt bereits Titel Nummer zehn an. Die Mailänder gewannen den Bewerb zuletzt im Jahr 2023.