Erste heimische Uni schreibt nun Corona-Impfung vor

Die Innsbrucker MedUni verlangt von allen Erstsemestrigen ab Herbst eine vollständige Coronavirus-Impfung. (Symbolbild)
Die Innsbrucker MedUni verlangt von allen Erstsemestrigen ab Herbst eine vollständige Coronavirus-Impfung. (Symbolbild)Raphael Knipping / dpa / picturedesk.com
Einführung der 1G-Regel: Die Innsbrucker MedUni verlangt nun von allen Erstsemestrigen eine vollständige Coronavirus-Impfung.

In Österreich steht angesichts der steigenden Zahlen die Einführung einer 1G-Regel zur Diskussion. Sollte es zu einer Umsetzung dieser Maßnahme kommen, so würden künftig nur noch Geimpfte Zutritt zur Nachtgastronomie bekommen. Ob  bzw. wann es dazu kommt, hänge von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens ab, betonte zuletzt etwa Gesundheitsminister Mückstein (Grüne).

Nun prescht eine Universität hier allerdings vor und führt die 1G-Regel ein. Laut "ORF Tirol" handelt es sich dabei Innsbrucker Medizin-Universität

 Jene verlangt von allen Erstsemestrigen ab kommendem Herbst eine vollständige Coronavirus-Impfung.

Vor allem für Ausbildungen im Rahmen des Innsbrucker Klinikbetriebs will die Uni damit auf Nummer sicher gehen. Alle anderen Tiroler Hochschulen bleiben hingegen bei der bundesweit gültigen 3G-Regel – vorerst. 

"Zumutbar"

Für die Teilnahme am Lehrbetrieb im klinischen Bereich ist ab kommendem Semester demnach ein Nachweis einer vollständigen Impfung vorgesehen. "Wir glauben, dass das für angehende Medizinerinnen und Mediziner, die wir ausbilden, zumutbar ist. Im Spitalsbereich geht die Sicherheit aller Patientinnen und Patienten vor", begründete Rektor Wolfgang Fleischhacker die Entscheidung.

Grundsätzlich geht der Rektor davon aus, dass aufgrund der strengen Corona-Vorgaben die Impfrate unter den Studierenden seiner Universität generell noch erhöht werden kann. Aktuell seien etwa 80 Prozent der Studierenden geimpft. Bis Semesterende könnte die Quote auf über 90 Prozent steigen, glaubt Fleischhacker. 

Minister setzt weiter auf 3G

Im Bildungsministerium setzt man hingegen weiterhin auf die 3G-Regel. Allerdings sei aber auch ein Impfnachweis als Voraussetzung im Hochschulbetrieb möglich, betonte Minister Faßmann (ÖVP) diesbezüglich am Freitag bei einem Treffen mit Vertretern der Tiroler Universitäten und Hochschulen. 

Faßmann verstehe derartige Vorstöße einzelner Rektoren in Österreich zwar,  zeigte sich hinsichtlich der Durchsetzbarkeit einer verpflichten Impfung für die Unis allerdings skeptisch.

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