Letzten Kontinent erreicht

Erster H5N1-Vogelgrippefall in Australien

Australien meldet erstmals einen H5N1-Vogelgrippefall – das Virus hat damit nun alle Kontinente erreicht.
Newsdesk Heute
22.06.2026, 10:58
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die australische Landwirtschaftsministerin Julie Collins bestätigte am Samstag, dass der erste Fall der hoch ansteckenden H5N1-Vogelgrippe in Australien nachgewiesen wurde. Die Krankheit wurde bei einer braunen Skua, einer Seevogelart, entdeckt.

Das Tier wurde an einem Strand im Cape-Le-Grand-Nationalpark nahe Esperance im abgelegenen Westen Australiens gefunden, etwa 700 Kilometer südöstlich von Perth. Bisher war Australien der einzige Kontinent, auf dem das H5N1-Virus noch nicht festgestellt wurde.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Es handelt sich bei dem Fund um einen bedeutenden Schritt, da das Virus nun auch in Australien aufgetreten ist. Der Erreger kann sich rasch unter Wildvögeln und Geflügel verbreiten, menschliche Infektionen bleiben jedoch selten.

Weitere Verdachtsfälle und Vorsichtsmaßnahmen

Collins berichtete von einem zweiten Verdachtsfall: Ein südlicher Riesensturmvogel wurde geschwächt an einem Strand bei Esperance gefunden. Sie betonte aber, dass es bisher keinen Hinweis auf massenhaftes Vogelsterben gebe.

Die Beauftragte für bedrohte Arten, Fiona Fraser, teilte laut nationalem Sender ABC mit, dass in den nächsten Tagen klar sein soll, ob das Virus auch in anderen Tierpopulationen Australiens nachweisbar ist. Auch die oberste Veterinärbeamtin des Landes, Beth Cookson, erklärte, dass Australien schon lange auf einen solchen Fall vorbereitet sei und das Notfallkomitee für Tierseuchen bereits am Samstag zusammengekommen ist.

Damaliger Ausbruch in Madrid
REUTERS

H5N1 bereits auf abgelegenen Inseln nachgewiesen

Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde das H5N1-Virus auf den abgelegenen australischen Inseln Heard und McDonald im südlichen Indischen Ozean nachgewiesen. Eine aktuelle Studie ergab, dass seit August rund 13.000 von 17.000 jungen Robben auf Heard Island durch das Virus verendet sind – mehr als 75 Prozent der gesamten Population. Auch bei Pinguinen wurde eine erhöhte Sterblichkeit festgestellt.

Wissenschaftler vermuten, dass Zugvögel aus den französischen Crozet-Inseln, etwa 1.800 Kilometer entfernt, das Virus im vergangenen August auf die Inseln brachten.

Was ist Vogelgrippe?

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung, die vor allem Vögel, aber gelegentlich auch andere Tiere wie Füchse, Robben und Otter befällt. Der derzeit weltweit verbreitete Hauptstamm, H5N1, trat erstmals in den späten 1990er-Jahren in China auf. Ausbrüche bei Wild- und Hausvögeln werden durch Zugvögel verbreitet – menschliche Infektionen sind äußerst selten und treten meist nach Kontakt mit infizierten Tieren auf.

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.06.2026, 10:58
Jetzt E-Paper lesen