Erster Omikron-Verdacht jetzt auch in Österreich

Die neue Omikron-Variante bereitet Experten Sorgen.
Die neue Omikron-Variante bereitet Experten Sorgen.
Sergei Malgavko / Tass / picturedesk.com
In Schwaz wurde ein Verdachtsfall der neuen Omikron-Variante bekannt. Ein genaues Ergebnis wird in den kommenden Tagen erwartet.

Es hat nicht lange gedauert: Nachdem in Deutschland und Italien erste Omikron-Fälle bekannt wurden, ist ein Verdachtsfall in Tirol aufgetaucht. Am Samstagabend lag ein positives PCR-Testergebnis nach einer Südafrika-Reise im Bezirk Schwaz vor. Bei diesem besteht infolge der Erstprüfung durch die Virologie Innsbruck ein konkreter Verdacht, dass es sich um die neue Virus-Mutation handeln könnte, berichtet das Land Tirol in einer Aussendung.

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Die Testprobe wird nun an die AGES nach Wien für eine entsprechende Sequenzierung übermittelt. Das Ergebnis soll in den nächsten Tagen vorliegen.

Corona-Impfung vor neun Monaten

Die betroffene Person hat sich nach der Reiserückkehr vor drei Tagen laut eigenen Angaben zu Hause isoliert und weist derzeit keine Symptome auf. Die zweite Covid-Schutzimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgte vor rund neun Monaten.

"Kontaktpersonen der betroffenen Person wurden abgesondert", informiert Elmar Rizzoli, Leiter des Einsatzstabes Corona, und appelliert: "Personen, die aus den definierten Ländern in den vergangenen 14 Tagen eingereist sind, sollen vorsorglich eine Covid-PCR-Testung vornehmen. Grundsätzlich ist das jedoch allen Personen mit Reisetätigkeit während einer Pandemie, die weltweit um sich greift, zu empfehlen – zum Schutz ihrer Mitmenschen."

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Bereits am Freitag hatte das Außenministerium an Reiserückkehrer aus den Ländern Südafrika, Lesotho, Botsuana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini gewandt: Personen, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem dieser Länder aufgehalten haben, sollen vorsorglich umgehend nach Einreise einen PCR-Test machen.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte die Variante B.1.1.529 am Freitag als "besorgniserregend". Mit der Klassifizierung "Omikron" setzt die WHO ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverläufen führt. Viele Länder, darunter auch Österreich, reagierten mit Beschränkungen im Flugverkehr.

Der Molekularbiologe Ulrich Elling sieht bereits eine neue Pandemie über Österreich hereinbrechen: "Wir stehen vor einer neuen Pandemie. Noch wissen wir zu wenig, aber alles was wir wissen, ist sehr besorgniserregend."

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