Erstes Bundesland könnte wieder Corona-grün werden

Zumindest ein österreichisches Bundesland könnte sich schon bald über eine Grünschaltung freuen. Symbolbild.
Zumindest ein österreichisches Bundesland könnte sich schon bald über eine Grünschaltung freuen. Symbolbild.BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Donnerstag ist Corona-Ampeltag. Ein Bundesland dürfte sich heute über eine Grünschaltung freuen. Weite Teile des Landes bleiben aber orange. 

Im Laufe des Tages werden sich die Experten der Corona-Ampel-Kommission zusammensetzen um über die  neue Schaltung zu debattieren. Dabei könnte es zu einer Überraschung kommen. Denn die Fallzahlen im Burgenland entwickelten sich zuletzt so günstig, dass eine Grünschaltung unmittelbar bevorstehen könnte. Die Steiermark, aktuell noch orange, könnte ebenfalls abgestuft, auf gelb geschaltet werden. 

Laut "Heute"-Infos soll die Steiermark dann zusammen mit dem (unverändert) gelben Tirol und dem Burgenland nur eines von drei Bundesländern sein, die nicht die Farbe Orange ("Hohes Risiko) aufweist. 

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Unterschiedliche regionale Entwicklungen

Am Dienstag wurde eine neue Prognose der Entwicklung der Covid-19-Fälle errechnet. In der vergangenen Woche kam es zu keinen weiteren Rückgängen der täglichen Neuinfektionen, sondern tendenziell zu einem leichten Anstieg. Die Fallprognose der Experten geht diese Woche österreichweit von einer Fortsetzung dieses Trends aus. Österreichweitsoll sich der COVID-ICU-Belag, also die Belegung der Intensivstationen in der kommenden Woche von 11,4 Prozent auf 12,3 Prozent erhöhen.

Die aktuellen Vorhersagen gehen in jenem Prognosezeitraum von einem Infektionsgeschehen von rund 1.800 Fällen pro Tag aus. Am letzten Prognosetag (06.10.) wird eine 7-Tages-Inzidenz von 139 Fällen je 100.000 EW erwartet. Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern ist dabei unterschiedlich. Die Spannbreite der 7-Tages-Inzidenz am letzten Prognosetag reicht von 59 im Burgenland bis 193 in Oberösterreich.

Sorgen bereiten den Experten die Entwicklungen der jüngsten Tage auch im Vergleich zu den Vorjahreszahlen. "Im Oktober/November 2020  erhöhte sich beispielsweise die Verdoppelungszeit von etwa 20 Tagen Mitte Oktober auf etwa 7 Tage Ende Oktober. "Insbesondere vor dem Hintergrund des bereits in einigen Bundesländern erhöhten ICU-Belags und dem erwarteten Einsetzen saisonaler Effekte ist das aktuelle Infektionsgeschehen engmaschig zu beobachten, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können", heißt es in einem entsprechenden Bericht.

Auch erhöhter Intensiv-Belag erwartet

Bei der Kapazitätsvorschau für die Intensivstationen wird von einem Anstieg des Belages auf den ICUs von 240 (am 28.09.) auf 259 (am 13.10.) ausgegangen. Mit 68 prozentiger Wahrscheinlichkeit liegt der ICU-Belag am 13.10. zwischen 214 und 314. Auf Normalstationen wird ein Anstieg des Belages von 648 (am 28.09.) auf 694 (am 13.10.) erwartet.

Sollten österreichweit mehr als 300 Intensivbetten belegt werden, würde der nächste Schritt im Stufenplan erreicht werden. Dann wären bei Veranstaltungen ohne zugewiesene Sitzplätze mit mehr als 500 Personen und in der Nachtgastro nur noch die 2G (Geimpft, Genesen) anerkannt. Antigentests mit Selbstabnahme ("Wohnzimmertests") wären nicht mehr für 3G-Regelungen gültig. 

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