Batterie-Revolution

Erstes E-Auto fährt mit "Salz-Akku" statt Lithium

China bringt das erste Serien-Elektroauto mit Natrium-Ionen-Batterie auf den Markt. Die Technik ist 30 Prozent günstiger als normale Akkus.
Digital  Heute
17.08.2026, 20:07
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Das Zeitalter der Lithium-Akkus bekommt Konkurrenz: Der chinesische Hersteller Changan liefert seit Anfang 2026 das weltweit erste Serienfahrzeug mit einer Natrium-Ionen-Batterie aus. Die Zellen stammen vom Weltmarktführer CATL, der damit eine lang angekündigte Alternative endlich in den Alltag bringt.

Der Clou: Natrium lässt sich aus Meersalz und Mineralen gewinnen und ist praktisch unbegrenzt verfügbar. Anders als beim knappen und teuren Lithium gibt es keine Abhängigkeit von wenigen Förderregionen.

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Wie "Forschung und Wissen" berichtet, erreichen die Zellen eine Energiedichte von 175 Wattstunden pro Kilogramm. Das entspricht dem Niveau aktueller Lithium-Eisenphosphat-Batterien. Der große Vorteil: Die Produktion ist rund 30 Prozent günstiger.

Perfekt für kalte Winter

Besonders beeindruckend ist die Kälteresistenz: Die Batterie arbeitet bei Temperaturen von minus 40 bis plus 70 Grad. Während herkömmliche Lithiumzellen bei Frost stark an Reichweite verlieren, behalten Natriumzellen einen großen Teil ihrer Kapazität. Bei minus 40 Grad sollen noch 90 Prozent der Leistung verfügbar sein.

Die Reichweite des Changan-Modells liegt bei über 400 Kilometern. Das Aufladen von 10 auf 80 Prozent dauert nur 15 bis 20 Minuten. Zusätzlich punktet die Technik mit einer Lebensdauer von über 10.000 Ladezyklen.

Lithium wird nicht ersetzt

Fachleute betonen allerdings: Der Natrium-Akku wird Lithium nicht verdrängen, sondern ergänzen. Für schwere Langstreckenfahrzeuge mit maximaler Reichweite bleibt die höhere Energiedichte von Lithium vorerst unverzichtbar. Für günstige Stadtautos, Nutzfahrzeuge und Stromspeicher ist die neue Technik aber ideal.

CATL fährt die Produktion 2026 in mehreren Bereichen hoch. Ein Liefervertrag über 60 Gigawattstunden für große Stromspeicher wurde bereits abgeschlossen. Ob die Salz-Akkus bald auch nach Europa kommen, bleibt abzuwarten.

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