47 Tage vor dem Weltcupauftakt in Sölden hat Katharina Liensberger beim ersten Rennen des Olympiawinters ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Beim Südamerikacup-Riesentorlauf im argentinischen Cerro Castor fuhr die 28-Jährige dank eines furiosen zweiten Laufs auf Rang drei – ihr erster Podestplatz seit längerer Zeit.
Trotz schwieriger Bedingungen – eine beschädigte Piste im oberen Abschnitt führte zu Startverschiebung und Streckenverkürzung – präsentierten sich Liensberger und ihre Teamkolleginnen Lisa Hörhager und Franziska Gritsch in guter Form. Während Gritsch (17.) und Hörhager (16.) solide ins Ziel kamen, brillierte Liensberger im zweiten Durchgang mit Laufbestzeit und schob sich vom sechsten Zwischenrang auf das Podest vor. Nur die Italienerinnen Lara Della Mea und Siegerin Asja Zenere waren noch schneller.
Auch die ÖSV-Herren überzeugten: Joshua Sturm fuhr mit der zweitbesten Laufzeit im Finale von Platz 13 auf Rang zwei vor. Teamkollege Fabio Gstrein schrammte als Vierter nur knapp am Podest vorbei. Der Vorarlberger Noel Zwischenbrugger konnte hingegen seine gute Ausgangsposition nicht halten und fiel vom dritten auf den elften Platz zurück.