Weißmann erhielt die Kündigung

Es geht um Millionen – diese Summe verlangt Ex-ORF-Chef

Bis zu drei Millionen Euro fordert Ex-ORF-Chef Roland Weißmann nach seiner Kündigung. Dadurch bringt er den Sender unter massiven finanziellen Druck.
Newsdesk Heute
09.04.2026, 15:51
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Die Affäre rund um Ex-ORF-Generaldirektor Roland Weißmann könnte für den Sender nun auch finanziell brisant werden – im Raum steht eine mögliche Millionenforderung.

Nach seiner Kündigung bereitet Weißmann rechtliche Schritte vor. Er sieht sich weiterhin zu Unrecht zum Rücktritt gedrängt und mit falschen Anschuldigungen konfrontiert. Auslöser war eine erste große ORF-Aussendung, in der von sexueller Belästigung die Rede war. Laut ORF-Radio Ö1 berichten Compliance-Experten jedoch, dass dieser Vorwurf nicht aufrechterhalten werden könne und mittlerweile vom Tisch sei.

Darauf aufbauend will Weißmann den ORF auf Verdienstentgang und Rufschädigung klagen. Sein Anwalt Oliver Scherbaum fordert dabei nicht nur das entgangene Gehalt bis zum Ende der laufenden Periode, sondern auch jenes für weitere fünf Jahre. Die Begründung: Ohne die Vorwürfe wäre eine Wiederwahl sehr wahrscheinlich gewesen.

Millionenforderung im Raum

Für den ORF könnte das teuer werden. Laut "Heute"-Informationen geht es um Gehälter bis zur Pension – konkret um rund sieben Jahre. Bei einem früheren Monatsgehalt von etwa 20.000 Euro brutto ergibt sich inklusive Abfertigung eine mögliche Summe von bis zu drei Millionen Euro. Auch auf Basis des Jahresgehalts von 427.000 Euro ergibt sich eine entsprechend hohe Forderung.

"Da wird der ORF haften für diesen Schaden", ist Scherbaum überzeugt. Er verweist darauf, dass er – anders als die Öffentlichkeit – Einblick in den Compliance-Bericht zur Causa Weißmann habe.

Wer muss am Ende zahlen?

Offen ist, wer eine mögliche Zahlung letztlich tragen müsste. Arbeitsrechtsexpertin Katharina Körber-Risak sieht die Möglichkeit, dass der ORF Regressansprüche gegen Mitglieder des Stiftungsrats prüft. Hintergrund sei die "voreilige Veröffentlichung völlig ungeprüfter Vorwürfe".

Die Spitze des Stiftungsrats weist diese Kritik zurück. Man habe über Stunden an der Formulierung gearbeitet, unter Einbindung von Anwälten, dem Direktorium und der aktuellen ORF-Chefin. Dass Weißmann mittlerweile gekündigt wurde, werte man zudem als Bestätigung des eigenen Vorgehens, heißt es auf Ö1.

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