11.08.2026, 11:27
Ende der Tagsatzung! Um 13.26 Uhr ist es auch schon wieder vorbei. Weißmann und sein Anwalt verabschieden sich höflich mit "auf Wiedersehen" und verlassen den Verhandlungssaal – wir auch. Weiter geht’s am 17. September.
11.08.2026, 11:24
Hammer-Ankündigung! Thurnher soll als Zeugin aussagen Am 20. November zwischen 17 und 19 Uhr soll die interimistische Generaldirektorin Ingrid Thurnher vor Gericht aussagen. Das teilte der Richter im Verfahren gerade mit.
11.08.2026, 11:21
Weißmanns Anwalt bringt Chats vor Weißmann sitzt mit verschränkten Armen da, sein, vor ihm ein Zettel und ein Stift Sein Anwalt Scherbaum trägt nun ein Schriftstück vor, in dem er gegen die betreffende Mitarbeiterin und den ORF schießt. Es geht um die Chats, die "aus dem Zusammenhang gerissen wurden" und die von der ORF-Mitarbeiterin nicht vollständig vorgelegt wurden. Zudem habe es illegale Tonbandaufzeichnungen und Erpressungsversuche gegeben. Weißmanns Nachfolgerin Thurnherr habe ohne mit Weißmann Rücksprache gehalten zu haben und anhand unvollständiger Informationen die Kündigung ausgesprochen. Weitere Zeugenaussagen werden gefordert. Der Richter blockte das gleich zu Beginn ab. "Der Senat wird nicht prüfen, ob Weißmann die Mitarbeiterin sexuell belästigt hat – und es geht hier auch nicht darum, wie es zur Kündigung kam." Fragen, die es laut Richter im weiteren Verfahren zu klären gilt. War Weißmann beim ORF als leitender Angestellter im Sinne des Arbeitsgesetzes tätig? Und: Inwieweit war das Motiv der Kündigung rechtens. Es gehe nicht um Verfehlungen der Mitarbeiterin, sondern darum, dass das Verhalten Weißmanns untragbar gewesen sei, erwiderte der ORF-Anwalt. "Wäre eine sexuelle Belästigung bewiesen worden, hätte Thurnher ihn fristlos entlassen", stellt er klar.
11.08.2026, 11:05
Weißmann ist da! "Es geht lediglich um die Kündigung" Weißmann ist da! Er erschien um kurz vor 13 Uhr mit Dreitagebart und eiserner Miene in Begleitung seines Anwalts Oliver Scherbaum vor dem Saal 25 im Arbeits-und Sozialgericht, wollte vorerst nichts sagen. Der Richter stellt gleich zu Beginn der Verhandlung klar: Es gehe heute nur um die Kündigung und nicht um Geld. "Ein Vergleich wird schwierig", lässt der ORF-Anwalt auf Anfrage des Richters anklingen. "Die kolportierten Beträge sind für den Steuerzahler wohl nicht zu stemmen", heißt es.
11.08.2026, 10:00
Schlammschlacht erwartet Doch der ORF dürfte sich gegen Weißmanns Rückkehr mit aller Kraft wehren – bleibt abzuwarten, was die zahlreich geladenen – teils prominenten – Zeugen aussagen werden. Eine schnelle Entscheidung ist nicht zu erwarten, die Verhandlung könnte zur monatelangen Schlammschlacht in aller Öffentlichkeit eskalieren.
11.08.2026, 09:15
Das sagt der Ex-ORF-General Weißmann findet, dass das Bild rund um seinen Rücktritt einer näheren Betrachtung nicht standhält. Sein Anwalt Oliver Scherbaum spricht sogar von einem "skandalösen" Umgang des ORF mit dem Ex-Chef. Entscheidend: Im ORF-Compliance-Bericht wurde keine sexuelle Belästigung festgestellt, dennoch die Kündigung ausgesprochen.
11.08.2026, 09:00
Weißmann will zurück – und fordert Millionen Ex-Generaldirektor Roland Weißmann bekämpft heute vor dem Arbeits- und Sozialgericht seine Kündigung durch den ORF. Für Weißmann – der der sexuellen Belästigung bezichtigt und von seiner Nachfolgerin Ingrid Thurnher gekündigt wurde – geht es nicht nur um seinen Ruf und den Job – sondern auch um Bares. Rund vier (!) Millionen Euro fordert der Ex-Grande vom Rundfunk. Am ersten Verhandlungstag will er persönlich erscheinen.