Der Eurovision Song Contest in Wien war für vier Amstettner ein einprägendes Erlebnis, das sie wohl nie vergessen werden. Maria Ettlinger, Carina Thoma, Magdalena Kraus und Julian Oberleitner setzten sich gegen rund 1.800 Bewerber durch und durften in der Wiener Stadthalle hinter die Kulissen der riesigen Live-Show blicken.
Für Julian Oberleitner wurde der ESC sogar zum ganz persönlichen Musik-Märchen. Der 22-Jährige aus Ferschnitz bei Amstetten betreute unter anderem das Team aus Bulgarien – und damit auch die spätere Siegerin Dara.
"Seit ich 2014 meinen ersten ESC geschaut habe, bin ich völlig Songcontest-begeistert", erzählt Oberleitner im "Heute"-Gespräch. Im November 2025 bewarb er sich als Volunteer, wurde nach einem mehrstufigen Casting ausgewählt. Später wurden ihm zur Betreuung die Mitgliedsländer Australien, Georgien und Bulgarien zugeteilt.
Seine Aufgabe: Die Künstler und ihre Teams zu Proben, Mahlzeiten oder in die Garderobe bringen und dabei immer den strengen Zeitplan im Blick behalten. Besonders mit dem Bulgarien-Team wuchs der Mostviertler eng zusammen: "Wir haben eine Woche lang praktisch jeden Arbeitstag miteinander verbracht und sehr gut miteinander gearbeitet."
Auch mit ESC-Siegerin Dara verstand er sich bestens. "Sie ist nett und sympathisch und sie hat immer Witz gehabt", schwärmt der 22-Jährige. Sein absolutes Highlight kam nach Daras großem Sieg: Gemeinsam mit dem Bulgarien-Team durfte er nach der Live-Aufzeichnung auf die Bühne und mit dem ganzen Bulgarien-Team feiern und auf den Sieg anstoßen.
Auch Magdalena Kraus (25), selbstständige Moderatorin aus Amstetten, war mitten im ESC-Trubel dabei. "Als ich davon erfahren habe, habe ich wirklich zweimal überlegt, ob ich mich bewerben soll", erzählt sie gegenüber "Heute". Ihr Vater überredete sie schließlich zur Bewerbung im Dezember.
Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren kam im März die Zusage. Dass es noch weitere Amstettner geschafft hatten, erfuhr Kraus erst später.
Auch für die 25-Jährige war bis zum Schluss spannend, wer den Song Contest tatsächlich gewinnen würde. "Der ganze ESC war eine super Erfahrung für mich, die jetzt erst langsam einsickert", sagt Kraus.