Manche Menschen suchen jahrelang nach ihrer Leidenschaft. Bei Esther Graf war das offenbar anders.
Die Sängerin wusste schon als Kind, wohin die Reise gehen soll. Lange bevor sie mit ihren Songs die Charts und Streaming-Plattformen eroberte, stand sie bereits auf der Bühne: "Ich wusste schon als Kind, dass Entertainment mein Ding ist", erzählt sie im Gespräch mit "Heute".
Der Moment, der alles auslöste, kam im Alter von gerade einmal fünf Jahren. Damals hatte Esther ihr erstes Solo in der Musical-Gruppe ihrer Mutter: "Das hat richtig was geweckt in mir. Da wollte ich ein Superstar werden."
Ein großer Traum für ein kleines Mädchen aus Altenberg. Einem Dorf mit gerade einmal 122 Einwohnern. Doch ihren Traum hat sie dennoch nie aus den Augen verloren. Während andere Kinder ihre Zukunftspläne regelmäßig wechselten, blieb bei Esther Graf die Musik der rote Faden.
"Das hat mich auch durch die Schulzeit getragen. Ich hatte schon ganz früh die Rolle der Sängerin", sagt sie.
Heute ist aus diesem Kindheitstraum Realität geworden. Mit Millionen monatlichen Spotify-Hörern, großen Bühnen und ihrem neuen Album "Wofür es sich zu leben lohnt" gehört sie zu den erfolgreichsten Stimmen Österreichs.
Auf dem Album blickt sie auch musikalisch zurück auf die Dinge, die sie geprägt haben: Liebe, Familie, Selbstzweifel, Selbstliebe und die Frage, was im Leben wirklich zählt.
Vom kleinen Solo im Kinder-Musical bis zum eigenen Album – der Weg war lang. Aber eines war bei Esther Graf offenbar schon früh klar: Die Bühne war nie nur ein Ort zum Auftreten. Sie war immer ein bisschen ihr Zuhause.