Manchmal gibt es einen Song, der plötzlich größer wird als geplant.
Genau so war es bei Esther Graf. Als sie an ihrer neuen Musik arbeitete, entstand ein Titel, der ihr schließlich die Richtung für das gesamte Album vorgab.
"Wofür es sich zu leben lohnt" sollte ursprünglich nur ein einzelner Song sein. Doch schnell merkte die Sängerin: Diese Worte passen nicht nur zu einem Lied – sondern zu einem ganzen Kapitel ihres Lebens.
"Ich habe dieses Thema ja in den unterschiedlichsten Songs besungen", erzählt Esther Graf im Gespräch mit "Heute". "Was sich für mich in den letzten Jahren entwickelt hat, ist, dass ich in meinem ganzen Stress nicht vergessen darf, wie geil das alles ist und wie dankbar ich für alles bin, was ich erlebe."
Genau dieses Gefühl zieht sich durch das Album. Es geht um die großen Dinge – aber auch um die kleinen Momente, die oft untergehen.
Etwa um Liebe. Aber nicht nur um die romantische Version davon.
In einem Song mit Ness geht es darum, dass Beziehungen nicht immer perfekt sind und Liebe manchmal auch schwierige Seiten hat. Doch gerade diese Erfahrungen machen das Leben aus.
Auch Familie bekommt ihren Platz. Im Song "Nachhause" verarbeitet Esther das Gefühl, erschöpft zu sein und sich nach einem vertrauten Ort zu sehnen – gleichzeitig aber dankbar für all das zu sein, was sie erleben darf.
Und dann gibt es noch die ganz persönliche Ebene: Selbstliebe.
Esther singt über Dankbarkeit für sich selbst, aber auch über Unsicherheiten und Zweifel. Denn genau diese Mischung macht das Album aus: Es zeigt nicht nur die erfolgreiche Künstlerin, sondern auch den Menschen dahinter.
"Alle Songs beschreiben genau das", sagt sie. Der Titel gebe dem Ganzen ein Dach.
Und vielleicht ist genau das die größte Stärke des Albums: Es liefert keine fertige Antwort darauf, wofür es sich zu leben lohnt. Aber es erinnert daran, dass es Dinge gibt, für die es sich definitiv zu leben lohnt.