Kein Kompromiss in Sicht

EU-Ringen um Fluggastrechte endet ohne Ergebnis

Die EU ringt weiter um neue Passagierrechte bei Flugverspätungen. Ein Kompromiss ist trotz Fortschritten noch nicht in Sicht.
Newsdesk Heute
03.06.2026, 06:09
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Bei den Verhandlungen in der EU über die Rechte von Passagieren bei verspäteten Flügen hat es in der Nacht auf Mittwoch noch keine Einigung gegeben. Die Gespräche sollen im Lauf des Tages weitergehen. Zwar gab es in der Nacht Fortschritte, aber einen Durchbruch hat es noch nicht gegeben, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch in der Früh von Teilnehmern erfahren hat. Die Vertreter vom Europaparlament und vom Rat der 27 EU-Länder wollen am Nachmittag weiterverhandeln.

Mit der geplanten Reform soll neu geregelt werden, ab wann Passagiere bei einer Flugverspätung Anspruch auf eine Entschädigung haben. Im Moment gilt eine Schwelle von drei Stunden. Je nach Flugstrecke bekommen Passagiere dann 250, 400 oder 600 Euro. Die Mehrheit der 27 EU-Regierungen möchte diese Ansprüche senken und damit den Fluglinien entgegenkommen. Das Europaparlament ist mit großer Mehrheit dagegen.

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Viele offene Fragen

Die Abgeordneten wollen die Schwelle unbedingt bei drei Stunden belassen. Die Unterhändler von den Mitgliedstaaten wollen dafür erreichen, dass die Entschädigungsbeträge niedriger werden. Es geht auch darum, ob der Antrag auf Entschädigung einfacher werden kann und ob Passagiere gratis einen kleinen Koffer ins Handgepäck nehmen dürfen.

Das Parlament sei "nicht bereit, einen Kompromiss zu akzeptieren, der die derzeit geltenden Passagierrechte abschwächt", hat eine Sprecherin am Mittwoch in der Früh mitgeteilt. Der zuständige Abgeordnete Andrey Novakov hat in den letzten Monaten mehrmals damit gedroht, die Verhandlungen platzen zu lassen.

Die Positionen waren schon vor Beginn der Gespräche am Dienstagnachmittag sehr unterschiedlich. Die Reform steckt seit mehr als 13 Jahren in Brüssel fest. Jetzt läuft ein Vermittlungsverfahren, das bis 15. Juni dauern soll. Kommt bis dahin keine Einigung zustande, bleibt alles wie bisher.

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