Ex-Austria-Capo verliert Schicksals-Spiel vor Gericht!

Bild: Liesi Niesner
Im Stadion der Wiener Austria war Manuel "Mani" Z. (27) eine Macht: Chef des aktiven Fanklubs "Viola Fanatics". Vorsänger der Schlacht-Choräle auf der Osttribüne. Und wer unter Ultras den Ton angibt, muss auch die Fäuste ballen.
Im Stadion der Wiener Austria war Manuel "Mani" Z. (27) eine Macht: Chef des aktiven Fanklubs "Viola Fanatics". Vorsänger der Schlacht-Choräle auf der Osttribüne. Und wer unter Ultras den Ton angibt, muss auch die Fäuste ballen.

Resultat: drei bedingte Vorstrafen nach blutigen Kämpfen mit gegnerischen Fans. Am Mittwoch stand der Bürokaufmann erneut vor Gericht – diesmal wegen "gefährlicher Drohung" (bis zu drei Jahre unbedingte Haft). Gut gecoacht von Anwalt Normann Hofstätter zeigte sich der Angeklagte erst einmal geläutert: Zu Weihnachten sammelte er für einen Kinderschutzverein, mit der Tochter liest er daheim Vorschulbücher und bei der Austria habe er zuletzt zwischen Hools und Polizei vermittelt.

Trotzdem rastete er am 25. Oktober aus: Weil einige Kumpel Hausverbot bekamen, ließ er dem Austria-Sicherheitschef ausrichten, er würde ihn abstechen. "Das war nie ernst gemeint", beteuerte der Fußballverrückte beim Prozess: "Ich habe mich schon am nächsten Tag entschuldigt."

Abpfiff von Richterin Andrea Philipp: sechs Monate unbedingt (nicht rechtskräftig). "Mani" will jetzt ein neues Leben beginnen: "Ohne Austria – im Ernst."
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