Ex-Austria-Kicker bei Drogenschmuggel geschnappt

Der frühere Bundesliga-Kicker Eric Akoto wurde am Donnerstag festgenommen. Er war Insaße eines Autos, in dem mehreren Kilogramm Cannabis gefunden wurden.

Akoto war laut einem Bericht der "Krone" mit mehreren Personen mit einem Auto von Italien nach Graz unterwegs. Laut der Staatsanwaltschaft Graz hatten die Männer mehrere Kilogramm Cannabis bei sich. Gleichzeitig wurde aber auch betont, dass Akoto innerhalb der Schmuggelbande eine untergeordnete Rolle spiele.

Der 34-jährige Verteidiger bestritt 151 Einsätze in der obersten Spielklasse. Er kickte für den GAK, die Wiener Austria, Admira Wacker und den SV Kapfenberg. Außerdem bestritt der gebürtige Ghanaer 56 Länderspiele für Togo (unter anderem bei der WM 2006). Derzeit steht Akoto beim FC Stattegg in der steirischen Unterliga Mitte unter Vertrag.

Sieben weitere Festnahmen

Wie die Polizei am Samstagnachmittag bekanntgab, wurden zusammen Akoto sieben weitere Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, Drogen geschmuggelt und verkauft zu haben. Zwei Drogenkuriere kamen aus Italien mit dem Zug, andere Verdächtige wurden in Graz festgenommen. 13 Kilo Marihuana wurden beschlagnahmt.

Die erste Festnahme in diesem Zusammenhang erfolgte bereits heuer im Juli, als die Ermittler eine 27-Jährige Afrikanerin schnappten, die mit dem Zug von Italien nach Graz unterwegs war. Sie hatte fünf Kilo Marihuana in ihrem Koffer. Die Frau war geständig und wurde in Haft genommen.

500.000 Euro Gewinn

Anschließend forschten die Ermittler sieben weitere Personen aus, die in Graz und Bruck an der Mur wohnten und im Alter von 19 bis 34 Jahren sind. Ihnen konnte laut Polizei nachgewiesen werden, dass sie in den letzten vier Monaten rund 50 Kilogramm Marihuana im Wert von 500.000 Euro verkauft haben.

Als am Donnerstag ein 30-jähriger Kurier aus Italien mit fünf Kilo Marihuana ankam, wurde er festgenommen, ebenso die übrigen sechs mutmaßlichen Drogendealer, unter denen sich auch Akoto befand. Die Verdächtigen sind teilweise geständig und wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

APA/red

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