WM-Held auf Bank

Ex-Austrianer Tabakovic nach Goldtor sauer über Rolle

Unter der Woche WM-Held, am Wochenende ist der Top-Torjäger Haris Tabakovic plötzlich nur mehr zweite Wahl und rätselt über seine Zukunft.
Sport Heute
06.04.2026, 11:11
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Haris Tabakovic ist Bosniens WM-Held, auf Klubebene mit Gladbach im Abstiegskampf und am vergangenen Wochenende plötzlich nur mehr zweite Wahl. Der frühere Austria-Wien-Stürmer, der in der Saison 2022/23 in Favoriten aufzeigte, erlebt gerade eine Achterbahnfahrt zwischen Nationalteam-Euphorie und Klub-Fragezeichen.

Noch vor wenigen Tagen war der 30-Jährige der gefeierte Held in Bosnien. Mit seinem Treffer im Entscheidungsspiel gegen Italien (1:1 nach 120 Minuten, 5:2 i. E.) ebnete er den Weg zum Elfmeterschießen und damit zur sensationellen WM-Qualifikation. "Das war ein absolutes Highlight in meinem Leben, in meiner Karriere. Das zu sehen, auch für die Menschen dort, was dort für eine Feier stattfand, was das den Menschen auch bedeutet, das war unfassbar", sagte Tabakovic.

Doch zurück im Klub-Alltag folgte die Ernüchterung. Beim 2:2 gegen Heidenheim saß der Top-Torjäger plötzlich auf der Bank – erstmals seit Wochen. Trainer Eugen Polanski setzte stattdessen auf Shuto Machino. "Wir haben uns nicht gegen Haris, sondern für Shuto Machino entschieden", erklärte der Coach.

Für Tabakovic kam das überraschend: "Ich bin pünktlich angereist, fühlte mich gut. Das war eine Entscheidung des Trainers."

Dabei sprechen die Zahlen klar für den Ex-Austrianer: Mit elf Treffern ist er aktuell bester Torschütze der Gladbacher. Umso bemerkenswerter ist die aktuelle Situation: Trotz seiner Trefferquote herrscht rund um seine Zukunft Funkstille. Tabakovic ist nur von Hoffenheim ausgeliehen, eine Kaufoption besitzt Gladbach nicht.

"Es gibt keine Gespräche", stellte der Stürmer klar. Und weiter: "Wenn keine Gespräche geführt werden, muss ich mir eigentlich keine Gedanken machen. Ich habe ja noch ein Jahr Vertrag in Hoffenheim."

Auch Sportchef Rouven Schröder (im Herbst noch Salzburg-Sportdirektor) bremst: "Wenn wir endgültig in der Liga sind, dann werden Gespräche geführt. Aber natürlich ergebnisoffen." Zudem verwies er auf die Konkurrenz im Angriff: Neben Tabakovic stehen auch Machino, Kleindienst und Cvancara im Kader.

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