Damir Canadi kämpfte sich als Trainer von der Landesliga bis ganz nach oben. Von November 2016 bis April 2017 war der Wiener Coach bei Rapid, musste nach nur 17 Spielen gehen. Auch in dieser Saison haben die Hütteldorfer schon den dritten Trainer. Canadi weiß, wo beim Rekordmeister die Problemzonen liegen.
"Es wird bei Rapid im alles am Trainer festgemacht, die wahren Probleme werden nicht angepackt", sagt der 55-Jährige bei der "Krone". Diese Probleme liegen für ihn klar auf der Hand: "Es steht in Hütteldorf nicht der Erfolg im MIttelpunkt, es geht vielen vielmehr darum, in der Öffentlichkeit besser dazustehen. Dadurch stagniert der Klub. Um Erfolg zu haben, musst du ab und zu unbequeme Entscheidungen treffen, dazu braucht es Mut, den hat man bei Rapid nicht."
Dass ein Klub wie Rapid aktuell nicht um Titel kämpft, sondern aktuell mit Platz sechs zufrieden wäre, kann Canadi nicht verstehen. "Dass alle froh über Platz sechs wären, ist eine spannende Entwicklung. Dabei sollte man auf einem Level wie Sturm und der Austria, die letztes Jahr um den Titel spielte, sein."