Eine besondere Ehrung für die verstorbene Biathlon-Legende Laura Dahlmeier. Die siebenmalige Weltmeisterin und Doppel-Olympiasiegerin wird in die deutsche Hall of Fame des Sports aufgenommen. Verkündet wurde die Auszeichnung mit emotionalen Worten ihrer langjährigen Freundin und Zimmerpartnerin Maren Hammerschmidt.
"Sie war einfach die Laura, bodenständig und nahbar. Genau das hat sie für mich ausgemacht", erinnert sich Hammerschmidt. "Wenn ich an Laura denke, denke ich vor allem an einen Menschen, der sich immer treu geblieben ist."
Dahlmeier war am 28. Juli 2025 bei einer Bergtour am Laila Peak in Pakistan tödlich verunglückt. Nachdem sie und ihre Seilpartnerin den Gipfelsturm wegen schwieriger Wetterbedingungen abgebrochen hatten, wurde die damals 31-Jährige beim Abstieg auf 5.700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen. Sie war mutmaßlich sofort tot.
Hammerschmidt erinnert sich vor allem an den Menschen hinter der erfolgreichen Sportlerin: "Ich durfte sie lange als Freundin begleiten und das sind die Momente, die mir besonders in Erinnerung bleiben." Dahlmeier sei "unglaublich fokussiert und zielstrebig" gewesen.
Besonders beeindruckt habe sie der Mut ihrer Freundin, ihren eigenen Weg zu gehen. "Sie hatte immer den Mut, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen, auch dann, wenn sie vielleicht nicht jeder verstanden hat." Nicht nur ihre großen sportlichen Erfolge, sondern auch die Art, "wie sie den Sport und die Menschen in ihrem Umfeld geprägt hat", hätten Dahlmeier zu einer Ausnahme-Persönlichkeit gemacht.
Die Aufnahme in die Hall of Fame erfolgt am 26. November in Frankfurt am Main. Neben Dahlmeier werden auch Turner Fabian Hambüchen, Schwimmerin Britta Steffen und Ski-Star Felix Neureuther in die Ruhmeshalle aufgenommen.