Der ehemalige Justizminister und FPÖ-Politiker Harald Ofner ist im Alter von 93 Jahren verstorben, wie seine Partei am Mittwoch bekannt gab. In Niederösterreich war Ofner als Landesparteiobmann tätig. Parteichef Herbert Kickl zeigte sich betroffen und würdigte den langjährigen Freiheitlichen.
Ofner sei für ihn ein Politiker mit klarer Haltung gewesen. "Mit Harald Ofner verlieren wir einen Mann mit Ecken, Kanten und vor allem einem unzerbrechlichen Rückgrat", erklärte Kickl. Gerade in einer Zeit zunehmender Anpassung habe er für "Standhaftigkeit, Prinzipientreue und einen unerschütterlichen politischen Anstand" gestanden.
Besonders als Justizminister, er übte das Amt von 1983 bis 1987 aus, habe Ofner laut Kickl deutliche Akzente gesetzt. Er habe eine Politik von "Recht und Ordnung" geprägt und den Rechtsstaat konsequent verteidigt. Seine Entscheidungen seien stets von einem starken Bezug zu Österreich getragen gewesen, so der FPÖ-Chef. "Harald Ofner war ein Patriot durch und durch."
Zum Schluss sprach Kickl den Angehörigen sein Mitgefühl aus: "Unser aufrichtiges Beileid gilt seinen Angehörigen." Gleichzeitig kündigte er an, Ofners politisches Vermächtnis weitertragen zu wollen.