Ex-Nationalteamkapitänin Nina Burger drohen drei Jahre Haft.
Nach dem tödlichen Verkehrsunfall im November hat die Staatsanwaltschaft St. Pölten Anklage gegen die ehemalige ÖFB-Nationalteamspielerin wegen grob fahrlässiger Tötung erhoben. Der 35-Jährigen wird Alkoholisierung in Verbindung mit Übermüdung angelastet.
Zu dem Unfall war es am 25. November 2022 in den frühen Morgenstunden auf der Nordumfahrung von Tulln im Gemeindegebiet von Langenrohr (Bezirk Tulln) gekommen. Die frühere Spitzensportlerin dürfte laut Polizeiangaben kurz vor 5.30 Uhr mit ihrem Pkw auf der B19 nach rechts auf das Bankett geraten sein. Sie verriss den Audi A4 und stieß gegen das Auto eines zweifachen Familienvaters. Der 37-jährige Niederösterreicher verstarb an der Unfallstelle. Die Lenkerin wurde mit leichten Verletzungen in das Spital transportiert.
Der Strafantrag sei vor kurzem eingebracht worden, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Der 35-Jährigen wird eine Alkoholisierung von 0,78 Promille in Verbindung mit Übermüdung angelastet. Einen Prozesstermin gebe es noch nicht. Im Fall einer Verurteilung droht Burger eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren.
Der ÖFB hatte nach dem Unfall ein Statement im Namen von Burger übermittelt. "Ich kann keine Worte finden, die mein Bedauern darüber ausdrücken, was heute passiert ist. Alle meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen. Was sie jetzt durchleiden müssen, ist nur schwer vorstellbar und kaum zu ertragen“, wurde die frühere Star-Stürmerin zitiert.
Burger hatte im Teamdress 53 Tore in 109 Spielen erzielt. Sie spielte 14 Jahre für das Nationalteam, war lange Kapitänin.