Schwere Vorwürfe gegen einen ehemaligen Polizeischüler aus Wels: Der 42-Jährige soll Ende Juni nach einer gemeinsamen Feier in Linz eine 21-jährige Kollegin im Schlaf sexuell missbraucht haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Linz Anklage erhoben, das schreibt der ORF.
Nach der Feier übernachteten mehrere Polizeischüler gemeinsam in einer Wohnung. Während die 21-Jährige in einem Bett schlief, lag der Beschuldigte zunächst auf dem Boden.
In der Nacht soll der 42-Jährige aufgestanden sein und die schlafende Frau intim berührt und sexuell missbraucht haben, so ein Bericht des ORF.
Laut Ulrike Breiteneder, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Linz, lautet der Vorwurf auf "sexuellen Missbrauch einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person", da die 21-Jährige zum Zeitpunkt der Tat geschlafen habe.
Der Beschuldigte – es gilt die Unschuldsvermutung – stellt die Ereignisse allerdings anders dar. Laut Staatsanwaltschaft entschuldigte er sich für sein Verhalten. Gleichzeitig gab er bei seinen Aussagen an, dass die Frau während der sexuellen Handlung nicht geschlafen habe.
Nach dem Vorfall wurden gegen den 42-Jährigen ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein Hausverbot für die Polizeischule verhängt. Zudem wurde ein Waffenverbot ausgesprochen.
Die Anklageschrift wurde Anfang September zugestellt. Derzeit läuft eine 14-tägige Einspruchsfrist. Wann eine Hauptverhandlung stattfinden wird, ist daher noch offen.
Im Fall einer Verurteilung drohen dem ehemaligen Polizeischüler bis zu zehn Jahre Haft.