Kuriose Szene bei der Fußball-WM! Beim Gruppenspiel zwischen Gastgeber Kanada und der Schweiz (1:2) sorgte Kanadas Teamchef und der ehemalige Salzburg-Trainer Jesse Marsch nicht mit Anweisungen an der Seitenlinie, sondern mit einer ungewöhnlichen Aktion für Aufsehen.
In der 64. Minute schwenkten die TV-Kameras auf die kanadische Bank. Dort lag der 52-Jährige plötzlich ausgestreckt auf dem Boden. Zu diesem Zeitpunkt lag sein Team bereits mit 0:2 zurück. Ob Marsch einfach kurz verschnaufen wollte oder es einen anderen Grund gab, blieb zunächst unklar.
Nicht jeder konnte der Szene etwas abgewinnen. Ex-Profi und Fox-Sports-Experte Warren Barton kritisierte den Auftritt des Trainers deutlich.
"Die Körpersprache sagt alles. Der Trainer liegt einfach am Boden. Das will ich nicht sehen", meinte der Engländer. Zwar könne es sein, dass Marsch nach langer Zeit an der Seitenlinie kurz durchatmen musste, Verständnis zeigte Barton dennoch nicht.
"Ich bin ein großer Fan von Jesse Marsch, aber das akzeptiere ich nicht. Du musst auf den Beinen sein dafür wirst du schließlich bezahlt", so der frühere Premier-League-Spieler.
Sportlich konnte Kanada die Niederlage trotz eines Anschlusstreffers nicht mehr verhindern. Die Schweiz brachte den 2:1-Erfolg souverän über die Zeit und sicherte sich den Gruppensieg. Für die Kanadier reichte es als Zweiter dennoch zum Einzug in die K.-o.-Phase.