In Österreich ist Jesse Marsch wegen seiner Amtszeit bei Red Bull Salzburg bekannt, er wurde 2020 und 2021 Meister mit den Bullen. Über den Schwesternverein RB Leipzig und Leeds United ging es nach Kanada, wo Marsch im Mai 2024 das Traineramt übernahm. Bei der Copa América 2024 führte er das Team bis ins Halbfinale, 2025 feierten die Kanadier unter ihm Platz drei in der Nations League. Und ganz nebenbei legte er sich noch mit US-Präsident Donald Trump an, als jener immer wieder tönte, Kanada zum 51. US-Bundesstaat machen zu wollen. Mit Frnky Schiemer hat Marsch auch einen Österreicher als Assistenten im Team.
Bei der WM vor vier Jahren in Katar schrieb Alphonso Davies Geschichte. Die 2. Minute des zweiten Gruppenspiels gegen Kroatien: eine exzellente Flanke, ein strammer Kopfball des Flügelflitzers vom FC Bayern – und Kanada feierte sein erstes Tor bei einer Weltmeisterschaft. Viel mehr hatten die Kanadier beim Wüstenturnier nicht zu jubeln, aber auch in diesem Jahr tragen die Hoffnungen der Maple Leafs vor allem Davies' Namen. Da ist es eine ungünstige Fügung des Schicksals, dass der 25-Jährige um seine Teilnahme zittern muss. Nach zahlreichen Verletzungen plagt ihn erneut eine Muskelblessur.
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Nicht einen Punkt holte das Mutterland des Eishockeys bei seinen bisherigen WM-Teilnahmen 1986 in Mexiko und 2022 in Katar. Beide Male scheiterte der zweimalige Gold-Cup-Sieger als Gruppenletzter in der Vorrunde. Als Co-Gastgeber haben die Kanadier nun Erfolgsdruck. Das Erreichen der K.-o.-Runde muss der Anspruch sein, doch die Gruppe B ist ausgeglichen besetzt. Schon beim Eröffnungsspiel am 12. Juni in Toronto wartet mit Bosnien-Herzegowina ein harter Gegner. Danach geht es in Vancouver gegen Katar und die Schweiz.