Rache statt Rosenkrieg: Weil sich seine Frau im Vorjahr scheiden ließ und einen neuen Partner hat, wollte ein in Klagenfurt lebender Kosovare (40) offenbar zurückschlagen. Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, erfand der Mann kurzerhand massive Drohungen – und zeigte seine eigene Ex bei der Polizei an.
Der 40-Jährige soll Fake-Accounts im Namen seiner ehemaligen Partnerin (42) erstellt haben. Von diesen Profilen schickte er sich selbst Nachrichten wie: "Ich werde dich umbringen und zurück in den Kosovo schicken lassen." Mit diesen angeblichen Drohungen marschierte er zur Polizei und erstattete Anzeige gegen seine Ex-Frau. Vor Gericht beteuerte der Mann seine Unschuld. "Die Nachrichten kamen wirklich von meiner Frau", behauptete er. Doch die Richterin glaubte ihm kein Wort.
Ein entscheidendes Detail wurde ihm zum Verhängnis: Während seine Ex-Frau fließend Deutsch spricht, braucht er selbst einen Dolmetscher. Die Drohnachrichten waren in holprigem Deutsch verfasst. Für Richterin Claudia Bandion-Ortner ein klares Indiz, dass der Angeklagte die Texte auf Albanisch geschrieben und anschließend durch ein schlechtes Online-Übersetzungsprogramm gejagt hatte.
Noch dazu wurde in den Nachrichten der Name des Sohnes, den die Frau in die Ehe mitgebracht hatte, falsch geschrieben. Ein Fehler, der laut Gericht kaum der Mutter passiert wäre.
Das Landesgericht Klagenfurt verurteilte den 40-Jährigen wegen Verleumdung und falscher Beweisaussage zu sieben Monaten bedingter Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der Angeklagte erbat sich drei Tage Bedenkzeit. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf Rechtsmittel.
Brisant: Erst vor kurzem war der Mann zu zehn Monaten bedingter Haft verurteilt worden, weil er seine Ex-Frau gestalkt hatte. Zusätzlich muss er Anwaltskosten in der Höhe von 1.415,76 Euro übernehmen. Der Rachefeldzug ging damit gründlich nach hinten los – und wird für ihn nun teuer.