Silvester ohne Unfälle

Experte erklärt – wichtige Tipps für sicheres Feuerwerk

Jedes Jahr enden Feuerwerks-Unfälle im Krankenhaus. Mit einfachen Regeln lassen sich schwere Verletzungen aber vermeiden.
Wien Heute
31.12.2025, 22:00
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Für viele gehört Feuerwerk zu Silvester noch immer einfach dazu. Doch hinter dem Vergnügen steckt eine alarmierende Realität: Jedes Jahr werden in Österreich 200 bis 400 Menschen nach Pyrotechnik-Unfällen im Krankenhaus behandelt. Besonders erschreckend: Rund zwei Drittel der Verletzten sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Präventionsinstitution KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit). Kurz vor dem Jahreswechsel schlagen die Experten Alarm – und warnen eindringlich vor Leichtsinn, illegaler Pyrotechnik und falscher Handhabung.

Wenn der Spaß zur Katastrophe wird

Tiefe Schnitt- und Risswunden, abgerissene Finger, Knalltraumata, schwere Augenverletzungen, offene Brüche und Verbrennungen an Händen und im Gesicht – das sind typische Verletzungen nach Böller-Unfällen. Besonders betroffen: die Hände. 78 Prozent aller Verletzungen passieren im Handbereich.

Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren stellen mit 51 Prozent die größte Gruppe der Verletzten. Rechnet man Kinder unter 14 Jahren dazu, zeigt sich ein dramatisches Bild: 66 Prozent aller Pyrotechnik-Verletzten sind unter 25 Jahre alt.

"Das heißt, dass Kinder und Jugendliche alarmierend früh mit Pyrotechnik in Kontakt kommen und sie Zugang zu Pyrotechnik haben, zu der sie vielfach keinen Zugang haben sollten. Wir müssen das Bewusstsein für die Gefahren schärfen und Händler wie Erziehungsberechtigte an ihre Sorgfaltspflicht erinnern", warnt KFV-Direktor Mag. Christian Schimanofsky.

Männer besonders gefährdet

Auffällig: 92 Prozent der Verunfallten sind männlich. Alkohol, Selbstüberschätzung und Gruppendruck spielen dabei häufig eine Rolle – ebenso wie der Griff zu besonders gefährlichen Produkten.

Illegale Böller und Eigenbau als Risiko

Ein zentrales Problem bleibt illegale Pyrotechnik. Ob aus dem Ausland mitgebracht, online bestellt oder selbst gebastelt – genau hier passieren die schwersten Unfälle. Besonders gefährlich sind selbst manipulierte oder gebastelte Feuerwerkskörper. Trotzdem geben 7 Prozent der Befragten an, schon einmal selbst Hand angelegt zu haben.

Schimanofsky warnt eindringlich: "Das eigenhändige Herstellen, Zerlegen oder Manipulieren von pyrotechnischen Gegenständen ist aus gutem Grund strikt untersagt. Wichtige Sicherheitsprüfungen fehlen hier natürlich."

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Sicherheit geht vor

Richtiges Verhalten im Umgang mit Pyrotechnik

  • Sorge für festen Stand: Feuerwerkskörper müssen stabil stehen. Verwende ausschließlich geeignete Abschussvorrichtungen, idealerweise eine stabile Abschussrampe aus Metall.
  • Raketen niemals in den Boden stecken:  Raketen müssen ohne Widerstand aufsteigen können. Starts aus Erde, Flaschen oder anderen Improvisationen sind extrem gefährlich.
  • Defekte Artikel sofort aussortieren: Verwende keine fehlerhaften Feuerwerkskörper. Blindgänger niemals erneut anzünden.
  • Abstand halten: Lese vor dem Zünden unbedingt die Gebrauchsanweisung und halte den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand konsequent ein.
  • Pyrotechnik korrekt entsorgen: Nicht verwendete oder nicht vollständig abgebrannte Feuerwerkskörper gehören nicht in den Restmüll. Diese müssen beim Händler zurückgegeben werden. Abgebrannte Reste dürfen hingegen in den Restmüll.
  • Im Notfall richtig reagieren: Ruf sofort die Rettung (144 oder 112). Versorgen Sie die Wunde und halte den Verletzten warm.

Top 3 Gefahren

93 Prozent zünden Raketen unsicher, etwa aus Flaschen oder direkt vom Boden. Neben Fehlzündungen, Blindgängern und Anwenderfehlern spielen auch Ego und Leichtsinn eine Rolle.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.12.2025, 22:00
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