Wie bekannt wurde, hat der Impfstoff-Hersteller Biontech/Pfizer eine Auslieferung von zusätzlichen 50 Millionen Dosen an die EU-Staaten zugesichert. Das hat EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Mittwoch in Brüssel mitgeteilt.
Sehr darüber erfreut zeigte sich am gleichen Tag auch die österreichische Regierung. In einer Pressekonferenz zu der aktuellen Lage rund um die Corona-Impfungen in Österreich, teilte Kanzler Kurz mit, dass dies für uns eine Million zusätzliche Impfdosen bedeute.
„"Das ist für uns ein Impf-Turbo", stellt der VP-Chef klar.“
Man könne nun 500.000 Menschen im zweiten Quartal zusätzlich gegen das Coronavirus impfen. Das bedeute auch, dass Österreich den Impfplan weiter beschleunigen könne. Zu Ostern hatte Kurz angekündigt, dass in den nächsten 100 Tagen jeder eine Impfung bekommen soll, der auch eine Impfung bekommen möchte. (Mehr dazu hier >>)
Im Puls24-Interview mit Alina Marzi sprach am Mittwochabend der Statistiker Erich Neuwirth unter anderem über das Impfversprechen von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Der Experte sieht das Kurz-Versprechen allerdings kritisch. Bei den Impferfolgen, die derzeit erzielt werden, könnte es sich knapp ausgehen – oder eben nicht.
Auf die konkrete Frage der Moderatorin, ob es möglich sei, bis zum Sommer all jene, die dies wollen, auch tatsächlich durchgeimpft zu haben – sofern man das derzeitige Impftempo beibehalte – entgegnete der Experte:
„"Ich habe das noch nicht durchgerechnet, aber es wird wohl sehr knapp werden, wenn wir in Zukunft nicht mehr Impfungen pro Tag schaffen."“
Wann die zusätzlichen Impfdosen von Biontech/Pfizer kommen werden, konnten Kurz und Kogler am Mittwoch noch nicht genau sagen. Der Kanzler nannte auch kein konkretes Datum, wie viel Tage schneller die Impfungen nun voranschreiten. Aber: "Wir können den Impfplan beschleunigen. Es hängt auch immer davon ab, wie viele Menschen sich impfen lassen wollen", so Kurz. Die Regierung geht von zwei Drittel der Bevölkerung aus.
Ob sich der Turbo-Gang beim Impfen wirklich schon bald einlegen lässt, und der Kanzler sein Impf-Versprechen tatsächlich halten und erfüllen kann, bleibt nun abzuwarten.