Coronavirus

Experte: "Öffnungen medizinisch nicht nachvollziehbar"

Der Lockdown endet für Geimpfte am kommenden Sonntag. Die verschiedenen Öffnungsschritte in den Bundeländern sorgen für Verwirrung.
Heute Redaktion
10.12.2021, 06:49

Wie die Bundesregierung am Mittwoch verkündete, endet der Lockdown für Geimpfte am 12. Dezember. Doch nicht alle Bundesländer sperren gleichmäßig auf. Nur der Handel öffnet österreichweit am Montag. In Vorarlberg, Tirol und dem Burgenland  öffnen auch Gastronomie und Hotellerie bereits am 12. Dezember, die Sperrstunde wurde mit 23 Uhr angesetzt. Verpflichtend sind allerdings zugewiesene Sitzplätze.

In Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten und Salzburg folgt die Tourismus- und Gastroöffnung erst am 17.12. In der Bundeshauptstadt Wien und in Oberösterreich dann ab 20.12. 

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Ungeimpfte müssen weiterhin im Lockdown verharren. In allen geöffneten Bereichen gilt die 2G-Regel. Vor allem bei der Opposition und den Wirtschaftsvertretern sorgt der "Fleckerlteppich" für Kritik.

"Massiv mit der dritten und vierten Impfung beginnen"

Auch Richard Greil, der Leiter des Klinikums Salzburg, sieht die unterschiedlichen Wege kritisch und betonte im "Ö1-Mittagsjournal", dass es "medizinisch nicht nachvollziehbar" sei, dass in westlichen Bundesländern mit höheren Inzidenzen weiter und rascher geöffnet werde als im Osten.

Vor allem im Hinblick auf Omikron warnte er davor, "in eine weitere Welle" zu laufen. Er riet dazu, die Öffnungen nur mit einem zweistufigen Prozess zu machen, wie etwa in Wien oder Salzburg. Weiters müsse man jetzt "massiv" mit der dritten und auch einer vierten Impfung beginnen. 

Auch für Komplexitätsforscher Peter Klimek sind die regional völlig unterschiedlichen Regeln "schwer nachvollziehbar." Dass Regionen mit höheren Inzidenzen mit weniger strengen Regeln öffnen, sei aus epidemiologischer Sicht unlogisch, so Klimek. Aus wirtschaftlicher Sicht sieht das aber anders aus.