Experte sagt, wie Corona-Zahlen nächste Woche werden

Simulationsexperte Niki Popper.
Simulationsexperte Niki Popper.picturedesk.com/APA/Georg Hochmuth
Der Simulationsexperte Niki Popper wagt einen Blick in die unmittelbare Zukunft. Er sieht eine Entspannung der Lage kommen.

Von Freitag bis Samstag gab es insgesamt 6.611 Corona-Neuinfektionen österreichweit. 104 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden noch 6.708 Neuinfektionen und 108 Corona-Tote gemeldet.

"Es ist nun eine Dämpfung festzustellen, die kommt jedoch ausschließlich vom Soft-Lockdown", sagt der Simulationsforscher Niki Popper zur "Krone". "Ob der harte Lockdown greift, wird man nach dem Wochenende sehen." Hier werde sich zeigen, ob das Wochenende und der Montag vor Beginn des harten Lockdowns mit ihren Partys und Shopping-Orgien auch in den Infektionszahlen niederschlagen. Man muss bedenken: Zwischenzeitlich wurden in Österreich mehr als 10.000 Neuinfektionen pro Tag gemeldet.

Das kommt auf uns zu

Und wie geht es nächste Woche weiter? Laut Popper können wir mit zwei erfreulichen Entwicklungen rechnen: Sollten alle die Maßnahmen mitgetragen haben, dürfte die Zahlen der positiv auf Corona getesteten Personen stark sinken. Zudem liegt der Höhepunkt an Neuinfektionen wohl hinter uns. Das heißt nicht, dass die Intensivstationen schon aufatmen können. Denn hier wird es wohl zeitverzögert Ende der nächsten Woche zur höchsten Belegung kommen. Danach, so Popper, sollte sich die Lage aber wieder beruhigen.

Der Experte gibt aber auch zu beden: "Es kann sein, dass der Lockdown im Gegensatz zum Frühling nicht so stark wirkt." Dafür seien die höheren Zahlen zu Beginn des Lockdowns und die höhere Mobilität verantwortlich. Aber es werde in jedem Fall besser, so Popper. Er sieht eine deutliche Erleichterung ab März aufgrund einer höheren Grundimmunität in der Bevölkerung, dem wärmeren Wetter und der kommenden Impfung.

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