Experte überzeugt: "Ein Bäder-Sommer wird möglich sein"

Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter war am Montag (12.04.2021) zu Gast in der ZIB2.
Der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter war am Montag (12.04.2021) zu Gast in der ZIB2.Screenshot ORF
Am Montag war der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter zu Gast in der ZiB2. Dort sprach er über die erneute Verlängerung des Lockdowns im Osten. 

Am Montag verkündete Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) die Verlängerung des Lockdowns in Wien. Nur wenig später erklärte auch die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP),  den Lockdown bis zum 2. Mai auszudehnen. Über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme war am Montag der Umweltmediziner Hans-Peter Hutter zu Gast bei Armin Wolf in der ZiB2.

Es sei ein erfreuliches Ergebnis, dass Schulen als erstes wieder geöffnet werden. Diese Maßnahme sei ein Kompromiss gewesen. Erfreulich ist sie für Hutter dennoch, vor allem um "bestimmte Begleiterscheinungen" abfedern zu können.  Zuletzt äußerte sich Hutter für schrittweise Öffnungen im Freien. Dort sollten unter kontrollierten Bedingungen "geschützte Kontaktmöglichkeiten" geschaffen werden. Dann würde die Bevölkerung die Maßnahmen auch mittragen. Denn es sei wichtig, dass alle so zu einander Kontakt halten, dass man sich nicht anstecken kann. Heißt konkret: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen.

Lob für Vorarlberg

In Niederösterreich sind die Zahlen besser, als im österreichischen Durchschnitt. Wie erklärt man der Bevölkerung dort den längeren Lockdown, wollte Wolf wissen. Hutter gab zu bedenken, dass viele Niederösterreicher in Wien behandelt werden. Außerdem wolle mit Sicherheit niemand in die Situation von Wien geraten, speziell was die ausgelasteten Intensivstationen betrifft. 

Die SPÖ-Vorsitzende und studierte Medizinerin Pamela Rendi-Wagner forderte zuletzt vehement einen bundesweiten Lockdown. Für Hutter ein falscher Schritt. Man sehe an Vorarlberg, dass es auch mit Öffnungen funktioniere. Den Weg des Ländles bezeichnete Hutter als "den richtigen". Angesichts von zuletzt steigenden Zahlen in Vorarlberg merkte Hutter an, dass dort die meisten Tests pro Kopf durchgeführt würden. 

Freibad-Sommer kann gelingen

Was die Maskenpflicht im Freien betrifft, so verteidigte er diese dort, wo viele Menschen zusammenkommen. Denn dort seien bei dicht aneinander stehenden Menschen größere Tröpfchen das Problem. Aerosole würden hingegen bei ausreichend Abstand im Freien überhaupt keine Rolle spielen. 

Hutter verfasste im vergangenem Jahr ein Konzept, dass es den Wienern bei Anmeldungen erlaubte, ins Freibad zu gehen. Auch für den heurigen Sommer zeigt sich der Mediziner optimistisch, dass dies gefahrlos gelingen wird. Es sei auch notwendig der Bevölkerung Räume zur Erholung zu verschaffen, so Hutter. 

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