Oswald Wagner, Vizerektor der MedUni Wien und Vertreter aller Experten am Corona-Gipfel, setzte am Montag nach dem Corona-Gipfel und der Bekanntgabe, dass es aktuell keine Öffnungsschritte geben werde, zu einer Entschuldigung an. "Wir, die Wissenschaftler", sprächen sich für eine stärkere Kontrolle der Entwicklung auf den Intensivstationen, schnelleres Impfen und stärkeres Testen aus, hieß es.
"Bitte seien Sie uns nicht böse", so Wagner dazu, dass es keine Empfehlung für Öffnungsschritte von den Experten gegeben habe. "Es war nicht möglich, wir konnten nicht anders", sagte der Vizerektor der MedUni Wien dazu, dass die Gastronomie bis auf Ausnahme Vorarlberg zu bleibt und die am stärksten betroffenen Bundesländer Wien, Niederösterreich und das Burgenland nun eigene Krisenpläne mit dem Gesundheitsministerium ausarbeiten.
Ein positives Signal sei für Wagner, dass die südafrikanische Mutation bisher kontrolliert werden könne und sie sich im Land nicht stark ausgebreitet habe. Bei der britischen Variante aber brauche es mehr als nur Sicherheitsabstand und Maske, man müsse auf die Situation auf den Intensivstationen und die Impfrate achten sowie weit stärker testen, so Wagner. Der Experte appellierte zudem, dass jeder seinen ersten Impftermin wahrnehme: Das Leben werde ein Stück leichter, wenn man eine Sorge weniger habe.