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Extrembergsteiger stirbt am Mt. Everest

Große Trauer um den Schweizer Bergsteiger Ueli Steck. Er soll am Mount Everest tödlich verunglückt sein.

Heute Redaktion
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Der Schweizer Bergsteiger Ueli Steck (41) ist bei seiner Besteigung des Mt. Everest tödlich verunglückt, wie die "Himalayan Times" berichtet. Der Spitzensportler, der in der Bergsteiger-Szene als "Swiss Machine" bekannt ist, galt als einer der weltweit besten Solo-Kletterer.

Er soll am Sonntag in den frühen Morgenstunden nahe Camp 1 tödlich verunglückt sein. Mehrere Quellen im Basislager haben die Tragödie bereits bestätigt.

Camp 1 liegt im "Tal der Stille" auf 6.100 bis 6.400 Metern. Es ist eine weite, tiefverschneite Ebene mit tiefen Einschnitten, eingerahmt von steilen Bergwänden an denen regelmäßig Lawinen abgehen.

Ein sechsköpfiges Retterteam entdeckte die Leiche des mehrfachen Rekordhalters auf der Westseite des Everest. Höchstwahrscheinlich sei der 41-Jährige ausgerutscht und über einen Eishang abgestürzt. Sein Körper wurde dabei komplett zerfetzt. "Das Team hat die verstreuten Teile der Leiche des Kletterers eingesammelt", wird ein Retter zitiert.

Extremsportler starb in Einsamkeit

Steck soll alleine und ungeschützt unterwegs gewesen sein. Der Schweizer hatte die Angewohnheit auf kurze Tagestrips zur Akklimatisation an die Höhenluft aufzubrechen, anstatt mehrere Stunden in einem Camp auszuharren. Es wird vermutet, dass der 41-Jährige bei einem solchen Solo-Gang verunglückte.

Erst am Mittwoch hatte Steck auf seiner Facebook-Page zuletzt Fotos von einem solchen Abenteuer gepostet: "Ein kurzer Trip vom Basislager hinauf auf 7.000 Meter und zurück. Ich liebe es, dies ist ein großartiger Ort."

Der Schweizer Extremsportler wollte vom Mount Everest zum Lhotse queren – eine extreme Sache. Seine Pläne erklärte er in einem Youtube-Video:

In einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" Anfang April sagte er: "Scheitern heißt für mich: wenn ich sterbe und nicht heimkomme." (rcp)