"Beschädigungen vermeiden"

Extreme Trockenheit – jetzt dreht Ort das Wasser ab

Die anhaltende Trockenheit des extremen Sommers hinterlässt weiter ihre Spuren: Eine Mühlviertler Gemeinde musste jetzt das Wasser abdrehen.
Oberösterreich Heute
29.09.2026, 17:51
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Zuletzt regnete es zwar endlich wieder mehr. Aber: Für eine nachhaltige Erholung des Grundwassers brauche es noch deutlich mehr Niederschlag, warnte vor kurzem die Stadt Marchtrenk (Bez. Wels-Land). "Die Situation bleibt daher weiterhin angespannt und wir müssen neue Wege finden, um mit dem vorhandenen Wasser sorgsam umzugehen."

Besonders Poolbesitzer nahm die Gemeinde in die Pflicht: Sie sollen ihre Becken vor dem Winter nicht vollständig entleeren. Zudem bittet die Gemeinde die Bürger, auch Nachbarn und Bekannte über den Appell zu informieren.

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Jetzt griff Zwettl an der Rodl (Bez. Urfahr-Umgebung) zu einer drastischen Maßnahme: In der Nacht auf Dienstag setzte die Gemeinde (rund 1.800 Einwohner) drei Stunden lang – von 22 bis 1 Uhr – die Wasserversorgung aus. Hintergrund: Die Speicher mussten gefüllt werden.

Im Vorfeld wurde an die Bevölkerung auf Facebook appelliert: "Bitte schalten Sie Geräte, die Wasser benötigen, vorsorglich ab, um Beschädigungen zu vermeiden!"

Im Vorfeld hatte man versucht, die angespannte Situation zu entschärfen: Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde Wasser aus dem rund sieben Kilometer entfernten Bad Leonfelden im selben Bezirk nach Zwettl an der Rodl transportiert und ins Leitungsnetz eingespeist. Dann die bittere Nachricht: Die nächtliche Abschaltung war dennoch unumgänglich.

"Aufs Notwendigste reduzieren"

Unterdessen wurde an die Bewohner appelliert, "den Wasserverbrauch ab sofort auf das wirklich Notwendigste zu reduzieren". Man solle vor allem etwa auf unnötiges Bewässern von Gärten und Rasenflächen sowie nicht notwendiges Waschen und Reinigen mit Trinkwasser verzichten.

"Jeder Liter, der jetzt eingespart wird, hilft uns dabei, die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten", betont die Gemeinde. "Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Verständnis und euren verantwortungsvollen Umgang mit unserem Wasser!"

red,29.09.2026, 17:51