Ein echt heißer Frühling: Vergangenen Sonntag rückte lokal "sogar der erste 30er in Reichweite", teilten Meteorologen mit. Die Statistik belegt, dass die Hitze sich immer weiter dem Jahresbeginn nähert.
Die anhaltend heißen Temperaturen und die damit einhergehende Trockenheit treffen eine Branche besonders hart: die Landwirtschaft. Bauern haben zuletzt vor Ausfällen bei wichtigen Ackerbaukulturen gewarnt.
Nun macht das Land Oberösterreich auf ein weiteres großes Risiko aufmerksam: Die Gefahr von Waldbränden ist um ein Vielfaches gestiegen. Am Wochenende mussten gleich mehrere Feuerwehren aus diesem Grund ausrücken.
Das Schlimme: Auch die aktuellen leichten Niederschläge bringen noch keine Entwarnung, sie sind sprichwörtlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Es brauche länger dauernden flächendeckenden Regen, damit sich Böden und Wälder wirklich erholen können, erklärt die zuständige Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP).
Bis zu 7.270 Euro Strafe
Seit April gelten im größten Teil des Landes strenge Waldbrandschutz-Verordnungen. Wer sich nicht daran hält, muss im Ernstfall Freiheitsstrafen von bis zu vier Wochen oder Geldbußen von bis zu 7.270 Euro in Kauf nehmen. Bei besonders prekären Umständen können auch beide Maßnahmen gleichzeitig verhängt werden.
Ihre Warnung: "Schon ein kleiner Funke, eine achtlos weggeworfene Zigarette oder ein unbeaufsichtigtes Feuer können derzeit große Folgen haben." Wer im Wald oder in der Nähe unterwegs ist, müsse besonders achtsam sein.
"Waldschutz beginnt nicht erst beim Löschen, sondern bei jedem einzelnen von uns", betont Langer-Weninger. Wer sich umsichtig verhält, helfe mit, die Kulturlandschaft zu schützen. Nicht zu vergessen: Der Wald bindet CO₂, speichert Wasser, kühlt die Umgebung, schützt vor Erosion und ist Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten.