Dramatische Szenen am Sonntag vor der Küste Zyperns: Eine Passagierfähre ist kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen von Kyrenia, auch Girne genannt, gekentert. Das Schiff war auf dem Weg nach Tasucu in der türkischen Provinz Mersin.
Nach aktuellen Angaben befanden sich rund 270 Menschen an Bord. Die Fähre soll wenige Kilometer vor der Küste plötzlich Wasser aufgenommen haben. Rund zwei Kilometer nördlich von Kyrenia kenterte das Schiff schließlich. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war vorerst unklar.
Rettungskräfte rückten unmittelbar aus. Auch Boote der Küstenwache wurden zum Unglücksort geschickt. Nach dem derzeitigen Informationsstand gibt es keine Berichte über Todesopfer. Wie viele Menschen bereits in Sicherheit gebracht werden konnten, war zunächst ebenfalls nicht bekannt.
Bei dem Schiff handelt es sich um eine katamaranartige Schnellfähre. Die Verbindung zwischen Girne und Tasucu wird regelmäßig für den Personenverkehr zwischen Nordzypern und der Türkei genutzt.
Der Fährbetreiber führt auf seinem Fahrplan für Sonntag eine Fahrt mit der "Filo Jet" von Girne nach Tasucu. Das Hochgeschwindigkeitsschiff sollte demnach um 12 Uhr ablegen. Wie schwer die Fähre beschädigt wurde und was genau das Kentern ausgelöst hat, müssen nun die weiteren Untersuchungen zeigen.